15 M├Ąrz 2023

Schweizer Abfahrer bei Kriechmayrs Sieg nicht bei den Besten

Die Schweizer halten in der letzten Weltcup-Abfahrt des Winters nicht mit den Besten mit. Niels Hintermann belegt in Soldeu in Andorra beim Sieg des ├ľsterreichers Vincent Kriechmayr Platz 10. Marco Odermatt bleibt Rang 15.

Die Piste Aliga geh├Ârt zu den einfacheren Abfahrtsstrecken auf Weltcup-Niveau. Entsprechend gering waren die zeitlichen Abst├Ąnde bei der saisonalen Derniere. Hintermann reichte es gerade noch zu einer Klassierung in den ersten zehn, obwohl sein R├╝ckstand auf Kriechmayr lediglich eine halbe Sekunde betrug.

Schon doppelt so gross war der Zeitverlust von Odermatt – obwohl der Weltmeister die Fahrt als gut taxierte, er sich gut f├╝hlte. Der Abstand zur Spitze des mit der Nummer 12 gestarteten Nidwaldners war wohl auch den nicht mehr idealen Pistenverh├Ąltnissen mit der Sulzschnee-Unterlage geschuldet.

Immerhin vermied es Odermatt, punktem├Ąssig leer auszugehen. In den Rennen der Saisonschlussveranstaltung werfen lediglich die ersten 15 Pl├Ątze Weltcup-Punkte ab. Die 16 Punkte k├Ânnten entscheidend sein mit Blick auf den Rekord, den seit 23 Jahren Kriechmayrs Landsmann Hermann Maier mit 2000 Punkten h├Ąlt und den der Innerschweizer in dieser Woche ├╝bertreffen kann. Vor dem Super-G am Donnerstag und dem Riesenslalom am Samstag weist Odermatt ein Total von 1842 Punkten aus.

Einer, dem die fr├╝hlingshaften Schneeverh├Ąltnissen nichts anhaben k├Ânnen, ist Vincent Kriechmayr. Der ├ľsterreicher war Schnellster, obwohl er nur drei Nummern vor Odermatt gestartet war. Kriechmayr siegte mit 9 und 13 Hundertsteln Vorsprung vor den Deutschen Romed Baumann und Andreas Sander.

Der geb├╝rtige ├ľsterreicher Baumann, mittlerweile 37-j├Ąhrig, schaffte es im Weltcup zum ersten Mal seit seinem vor vier Jahren vollzogenen Nationenwechsel unter die ersten drei. Sander sicherte sich zehn Tage nach seiner Premiere mit Rang 2 im Super-G in Aspen, Colorado, seinen zweiten Weltcup-Podestplatz.

Kriechmayr errang seinen vierten Abfahrts-Sieg in der zu Ende gehenden Weltcup-Saison nach jenen in Gr├Âden, Bormio und in Kitzb├╝hel. Damit gab es in dieser Disziplin nur zwei Gewinner. Aleksander Kilde, der schon vor dem finalen Rennen in Andorra zum zweiten Mal in Folge als Gewinner der Disziplinen-Wertung feststand, siegte sechsmal. Am Mittwoch kam der Norweger nicht ├╝ber Platz 6 hinaus.

Kriechmayr trumpfte nicht zum ersten Mal im Rahmen eines Weltcup-Finals gross auf. Vor f├╝nf Jahren in Are in Schweden und im vergangenen Winter in Courchevel hatte er jeweils beide Speed-Rennen f├╝r sich entschieden.

(text&bild:sda)