30 Juli 2023

Schweiz zittert sich in die K.o-Phase

Die Schweiz steht an der WM in Australien und Neuseeland in den Achtelfinals. Dank des 0:0 gegen Co-Gastgeber Neuseeland holt sich das Team von Inka Grings den Gruppensieg.

Das zweite torlose Unentschieden in Folge musste f├╝r die Schweiz erdauert werden, denn die Neuseel├Ąnderinnen, die mit dem ├╝berraschenden 1:0-Sieg gegen Norwegen verheissungsvoll ins Turnier gestartet waren, waren in Dunedin klar spielbestimmend und wurden von den 25’947 Zuschauerinnen und Zuschauern immer wieder nach vorne getrieben. Doch nach 98 aufreibenden Minuten m├╝ssen sich die Co-Gastgeberinnen aus dem Heimturnier verabschieden.

Die Schweiz steht derweil zum zweiten Mal nach 2015 in einem WM-Achtelfinal, wo am kommenden Samstag entweder Japan oder Spanien warten wird. Die beiden Teams werden am Montag den Gruppensieg der Gruppe C unter sich ausmachen. Es war indes ein riskantes Spiel der SFV-Auswahl, denn nur ein Tor der Neuseel├Ąnderinnen h├Ątte die Ausgangslage entscheidend zum Negativen ver├Ąndert, die “Football Ferns” zusammen mit Norwegen, das gegen die Philippinen zu einem problemlosen 6:0-Erfolg kam, in die K.o-Phase geschickt.

Und obwohl die Schweiz ├╝ber das ganze Spiel hinweg defensiv diszipliniert stand, gab es Momente, in denen sie das Gl├╝ck beanspruchen musste. Beispielsweise in der 24. Minute, als ein Schuss von Jacqui Hand an den Pfosten prallte. Oder in der wilden Schlussphase, als sogar die neuseel├Ąndische Torh├╝terin Victoria Esson mehrmals im gegnerischen Strafraum auftauchte und sogar zu einem gef├Ąhrlichen Kopfball ansetzen konnte.

Torh├╝terin Ga├źlle Thalmann, die nach der Partie gegen Norwegen zur Spielerin des Spiels ausgezeichnet worden war, war zwar weniger gefordert als noch gegen die Skandinavierinnen, bei den zahlreichen hohen B├Ąllen, die bei Neuseelands zunehmend verzweifelten Angriffsversuchen in ihren Strafraum flogen, sah aber auch die nach dem Turnier zur├╝cktretende Freiburgerin nicht immer stilsicher aus, sodass das Weiterkommen bisweilen erzittert werden musste.

Auch, weil die Offensivabteilung um die im Vorfeld mit Magenproblemen k├Ąmpfende Ana-Maria Crnogorcevic, Ramona Bachmann und Seraina Piubel nur ├Ąusserst selten f├╝r Entlastung sorgen konnte. Esson im Tor Neuseelands hatte am Ende jedenfalls nur zwei B├Ąlle zu beh├Ąndigen. Viel wichtiger ist f├╝r die Schweiz jedoch, dass hinten die 0 stehen blieb. Es ├Âffnet die T├╝r zum Achtelfinal, dem Ziel, mit dem die Schweizerinnen zu ihrer zweiten WM angetreten waren.

(text:sda/bild:unsplash-symboldbild)