10 Februar 2023

Bern will Visum-Gesuche von Erdbebenopfern „prioritĂ€r“ behandeln

Visum-Gesuche von Erdbebenopfern mit engen Verwandten in der Schweiz sollen prioritĂ€r behandelt werden. Aus diesem Grund schickt die Schweiz zur UnterstĂŒtzung des Generalkonsulats zusĂ€tzliche Mitarbeitende nach Istanbul.

Die prioritĂ€re Behandlung richte sich an Personen, die ihr Haus oder ihre Wohnung durch die verheerenden Erdbeben verloren hĂ€tten und vorĂŒbergehend bei engen Verwandten in der Schweiz unterkommen könnten, teilte das Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) am Freitag auf Anfrage mit. Zuvor hatte der „Blick“ darĂŒber berichtet.

Sie könnten sich mit einem „Fast-Track-Formular“ bei der Schweizer Vertretung in Istanbul melden. Diese werde das Visum-Gesuch dann in Übereinstimmung mit dem Schengen-Recht „sorgfĂ€ltig“ prĂŒfen. Damit diese Gesuche rasch behandelt werden könnten, schickten das Eidgenössische Departement fĂŒr auswĂ€rtige Angelegenheiten (EDA) und das Staatssekretariat fĂŒr Migration (SEM) zusĂ€tzliche Mitarbeitende in die TĂŒrkei.

Das SEM und das EDA stĂŒnden auch mit den tĂŒrkischen Behörden in engem Kontakt, um die „rasche Ausstellung eines Notfallpasses möglichst pragmatisch zu lösen“. Einige Fragen bei der Umsetzung dieser Prozesse mĂŒssten allerdings noch geklĂ€rt werden, hiess es weiter. Ausserdem mĂŒsse geprĂŒft werden, ob die Schweizer Praxis mit der europĂ€ischen ĂŒbereinstimme.

(text:sda/bild:unsplash)