Schweiz will Heizgeräte in die Ukraine liefern
Bundespräsident Guy Parmelin hat sich am Donnerstag am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos GR erstmals mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj getroffen. Dieser habe ihn um Hilfe im Energiesektor gebeten. Die Schweiz will nun Heizungen in das kriegsgebeutelte Land liefern.
Die Versorgungslage in der Ukraine gestaltet sich wegen des andauernden Krieges schwierig. Derzeit lägen die Temperaturen in den ukrainischen Wohnungen zwischen minus zwei und neun Grad Celsius, sagte Parmelin am Donnerstagabend vor den Medien in Davos.
Die Ukraine habe der Schweiz deshalb eine Liste mit Unternehmen geschickt, die der Ukraine in dieser Krise mit gewissem Material aushelfen könnten. Damit sind beispielsweise Heizungsgeneratoren gemeint, so Parmelin weiter. Eine entsprechende Lieferung solle nun vorbereitet werden.
Dabei müssten die Firmen jedoch auf Lagerware zurückgreifen können. Ausserdem seien technische Details zu klären. Über die Finanzierung der Lieferung sprach der Bundespräsident nicht.
Beim Treffen hätten die beiden auch über den Stand des Friedensprozesses sowie den internationalen Austausch Selenskyjs gesprochen. Es sei das erste Zusammentreffen der beiden Staatsoberhäupter gewesen, führte Parmelin weiter aus.
Es dauerte rund zwanzig Minuten und fand im Inneren des Davoser Kongresszentrums statt, in der sogenannten Lounge of Switzerland. Dort hält der amtierende Bundespräsident für gewöhnlich alle bilateralen Treffen ab. Selenskyj wurde von zahlreichen Sicherheitsleuten begleitet – nicht alle hatten Platz im Schweizer Zimmer. „It’s a small room“ (es ist ein kleiner Raum), rief ihnen ein Schweizer Polizist bei der Ankunft zu. Viele von ihnen mussten folglich draussen warten.
(text:sda/bild:keystone)