6 August 2021

Schweiz schickt Armeehelikopter gegen BrÀnde in Griechenland

Drei Schweizer Armeehelikopter sowie Personal im Kampf gegen die verheerenden BrÀnde in Griechenland: Das ist die Antwort aus Bern auf ein Hilfegesuch der Regierung in Athen.

Am Samstag werden drei Helikopter des Typs Super Puma und maximal 40 Mitarbeitende der Armee in Richtung Athen abheben, wie es in einer Mitteilung des Eidgenössischen Departements fĂŒr auswĂ€rtige Angelegenheiten (EDA) vom Freitag heisst. Ab Sonntag werden die ersten Löschoperationen geflogen.

Bereits am Freitagnachmittag machte sich ein Soforteinsatzteam mit einem Flugzeug der Schweizer Luftwaffe auf den Weg nach Griechenland. Dieses Team besteht aus Angehörigen des Schweizerischen Korps fĂŒr HumanitĂ€re Hilfe des Bundes, aus BrandbekĂ€mpfungsspezialisten des Lehrverbandes Genie/Rettung/ABC sowie einem Vorausdetachement der Luftwaffe.

Wegen der unkontrollierten WaldbrĂ€nde fiel in der griechischen Hauptstadt Athen zunehmend der Strom aus. Der staatliche Netzbetreiber kĂŒndigte am Freitagmittag an, einzelne Athener Stadtteile vorĂŒbergehend und planmĂ€ssig vom Netz zu nehmen, um die Versorgung insgesamt aufrecht erhalten zu können. Der griechische MinisterprĂ€sident Kyriakos Mitsotakis schwor die BĂŒrger auf harte Tage ein.

Der griechische Zivilschutz-Chef Nikos Chardalias informierte ĂŒber Dutzende aktive BrĂ€nde im ganzen Land. Nördlich von Athen breitete sich das Feuer in Richtung der Gemeinde Marathon aus, die Evakuierung von weiteren 13 Siedlungen laufe.

Selbst dutzende Kilometer von den BrÀnden entfernt sahen die Menschen gewaltige gelbe Rauchwolken am Himmel, es roch verbrannt, Asche regnete vom Himmel. Viele Menschen litten an Atemwegsbeschwerden, sagte der Gesundheitsminister Wassilis Kikilias am Freitag im griechischen Staatsfernsehen.

(text:sda/bild:admin.ch)