15 Dezember 2022

Schweiz geniesst im Ausland weiterhin ├╝berwiegend positives Image

Das Image der Schweiz im Ausland ist auch im laufenden Jahr ├╝berwiegend positiv. Stirnrunzeln hervorgerufen hat die Haltung im Ukraine-Krieg – sei es die Weigerung, R├╝stungsg├╝ter weitergeben zu lassen, oder die Sanktionspolitik gegen├╝ber dem Aggressor Russland.

Bei der grossen Mehrheit der Bev├Âlkerung im Ausland verf├╝gt die Schweiz wie bereits in den vergangenen Jahren ├╝ber ein sehr positives und stabiles Image. Das zeigt eine von Pr├Ąsenz Schweiz in 18 L├Ąndern in Auftrag gegebene repr├Ąsentative Bev├Âlkerungsbefragung, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst.

Befragt wurden insgesamt 11’276 Personen unter anderem in den Nachbarl├Ąndern Deutschland, Frankreich, Italien und ├ľsterreich sowie in Grossbritannien, den USA, in China, Japan und Indien. Keine Daten gab es in diesem Jahr aus Russland.

Gepr├Ągt wird das Bild der Schweiz vor allem von ihrer Landschaft, traditionellen Produkten wie Schokolade, K├Ąse und Uhren, dem Finanzplatz sowie einer starken und stabilen Wirtschaft, ausserdem vom Wohlstand und von einer hohen Lebensqualit├Ąt.

St├Ąrker ins Bewusstsein bei der ausl├Ąndischen Bev├Âlkerung ger├╝ckt ist die Schweizer Neutralit├Ąt. Sie wurde h├Ąufiger mit der Schweiz in Verbindung gebracht als in vergangenen Jahren und tendenziell kritischer bewertet.

In den ausl├Ąndischen Medien bildete in diesem Jahr der Krieg in der Ukraine nach dem russischen ├ťberfall im Februar einen thematischen Schwerpunkt. Dies zeigt sich auch bei der internationalen Berichterstattung mit Bezug zur Schweiz, wo ihre Positionsbez├╝ge im medialen Fokus standen.

Besondere Beachtung fanden die Entscheide der Schweiz im Zusammenhang mit der Sanktionspolitik gegen├╝ber Russland und dem Re-Export von R├╝stungsg├╝tern sowie die Neutralit├Ątspolitik.

So hatte Deutschland schon im Fr├╝hsommer in Bern angefragt, ob es Munition aus Schweizer Produktion f├╝r den Flugabwehrpanzer Gepard an die Ukraine liefern d├╝rfe. Bern hatte das mit dem Verweis auf das Neutralit├Ątsgebot abgelehnt. Als Folge davon will Deutschland die Munition nun selber herstellen.

Die entsprechende Berichterstattung, vor allem in europ├Ąischen Medien, war teilweise kritisch gegen├╝ber der Schweiz, wie es bei Pr├Ąsenz Schweiz diplomatisch heisst.

Auf viel Aufmerksamkeit in den ausl├Ąndischen Medien stiess in diesem Jahr auch der Schweizer Finanzplatz. Die Medien berichteten h├Ąufig ├╝ber das „Suisse Secrets“-Kundendatenleck und interessierten sich stark f├╝r die Entwicklungen rund um die Credit Suisse.

(text:sda/bild:pg)