1 Februar 2021

Schweiz fordert Armee in Myanmar zum Abbruch ihrer Aktionen auf

Nach dem Milit├Ąrputsch in Myanmar hat die Schweiz die Armee des s├╝dostasiatischen Landes aufgefordert, ihre Aktionen unverz├╝glich zu annullieren. Das Aussendepartement EDA forderte zudem die Freilassung aller Regierungsmitglieder und Leiter der Zivilgesellschaft.

„Das EDA unterst├╝tzt das Streben des myanmarischen Volkes nach Demokratie, Frieden und Entwicklung und ruft die Armee dazu auf, ihre Aktionen unverz├╝glich ausser Kraft zu setzen“, teilte das EDA der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Montag auf Anfrage mit.

Der Schweizer Aussenminister Ignazio Cassis schrieb auf Twitter: „Ich bin sehr besorgt ├╝ber die Lage in Myanmar.“ Er rief zu einer unverz├╝glichen Wiederaufnahme des Dialogs und zur Freilassung der Verhafteten auf.

Die Armee hatte in der Nacht die zivile F├╝hrung entmachtet und einen einj├Ąhrigen Ausnahmezustand verh├Ąngt. Neben der faktischen Regierungschefin Aung San Suu Kyi wurden mehrere Spitzenpolitiker festgenommen, darunter Staatspr├Ąsident Win Myint.

Zwischen der zivilen Regierung und dem m├Ąchtigen Milit├Ąr hatte es Spannungen gegeben wegen Vorw├╝rfen des Wahlbetrugs bei der Parlamentswahl vom 8. November. Suu Kyis Partei, die Nationale Liga f├╝r Demokratie (NLD), hatte die Wahlen klar gewonnen. Die Armee weigerte sich jedoch, das Ergebnis anzuerkennen. Seit Tagen hatte es Ger├╝chte ├╝ber einen bevorstehenden Milit├Ąrputsch gegeben.

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