13 Mai 2024

Schweiz bezwingt Tschechien im Penaltyschiessen

Die Schweiz gewinnt auch das dritte Spiel an der diesjährigen WM. Das Team von Trainer Patrick Fischer bezwingt Gastgeber Tschechien 2:1 nach Penaltyschiessen.

Als die WM 2015 das zuvor letzte Mal in Prag stattfand, kam es im Duell dieser beiden Mannschaften ebenfalls beim Stand von 1:1 zum Penaltyschiessen. Schon damals hatte Kevin Fiala das einzige Schweizer Tor zum 1:0 erzielt. Diesmal behielten allerdings die Eisgenossen die Oberhand. Während Fiala und Philipp Kuraschew reüssierten, musste sich Goalie Leonardo Genoni nur vom Davoser Stürmer Matej Stransky bezwingen lassen.

Die Schweizer konnten sich in der regulären Spielzeit erneut auf das Powerplay verlassen. Als der tschechische Captain Roman Cervenka in der 13. Minute auf die Strafbank musste, schickten die Verantwortlichen mit Roman Josi, Nico Hischier, Nino Niederreiter, Kuraschew und Fiala fünf NHL-Spieler aufs Eisfeld. 44 Sekunden später stand es 1:0 für die Schweizer.

Fiala erwischte NHL-Goalie Lukas Dostal in der nahen Ecke. Der bei den Los Angeles Kings tätige Ostschweizer war wenige Stunden vor Spielbeginn in Prag angekommen, nachdem er früher als erwartet Vater einer Tochter geworden war. Mit Fortdauer der Partie machte sich bei Fiala aber der Jetlag etwas bemerkbar.

Das 1:0 war bereits das siebente Powerplay-Tor der Schweizer an diesem Turnier. Am Vorabend hatten sie gegen Österreich (6:5) fünfmal in Überzahl getroffen. So gut das Powerplay läuft, so steigerungsfähig ist das Boxplay. In der 36. Minute kassierten die Schweizer im achten Unterzahlspiel an dieser WM das vierte Gegentor, das ist ein unterirdischer Wert.

Für den Ausgleich verantwortlich zeichnete der schussgewaltige Matej Stransky, der Genoni keine Chance liess. Bitter war für die Schweizer, dass die Schiedsrichter auf eine Schwalbe hereinfielen. Immerhin überstanden sie im letzten Abschnitt zum zweiten Mal in dieser Partie eine Strafe.

Das Schussverhältnis nach 60 Minuten lautete 25:21 zu Gunsten der Schweizer. Diese zogen die richtigen Schlüsse aus dem Duell gegen Österreich, in dem sie in der Defensive viele Schwächen offenbarten. Da jedoch auch die Tschechen sehr diszipliniert verteidigten, gab es nur wenig Abschlüsse aus gefährlichen Positionen.

Und als Kuraschew in der 43. Minute allein vor Dorsal auftauchte, schoss er daneben. In der 52. Minute rettete Genoni nach einem Ausflug und einem misslungenen Pass auf den Stock von Jakub Flek mit einem spektakulären Hechtsprung. So entbehrte es nicht einer gewissen Logik, dass die Entscheidung erst im Penaltyschiessen fiel.

Die Schweizer geniessen nun einen zweiten Ruhetag, ehe sie am Mittwochabend auf Grossbritannien treffen.

(text:sda/bild:keystone)