8 M├Ąrz 2021

Schweier Hotellerie leidet weiter massiv unter der Coronakrise

Die Coronakrise hat sich bei den Schweizer Hotel├╝bernachtungen auch im Januar manifestiert. In dem Monat checkten erneut deutlich weniger G├Ąste in Schweizer Hotels ein als im Vorjahr. Dramatisch war der Einbruch vor allem in den St├Ądten. Doch auch gewisse Bergorte versp├╝rten einen starken R├╝ckgang.

Gegen├╝ber dem Vorjahr brachen die ├ťbernachtungen im Januar um rund 58 Prozent auf noch 1,3 Millionen ein, wie das Bundesamt f├╝r Statistik (BFS) am Montag mitteilte. Das waren etwa 1,8 Millionen weniger als in der Vorjahresperiode. Damit ging der Krebsgang auch zu Beginn des neuen Jahres weiter.

2020 hatten die Logiern├Ąchte wegen der Coronapandemie einen historischen Tiefststand erreicht. Die Schweizer Hotellerie wurde in das Jahr 1950 zur├╝ckkatapultiert. Wegen der Einreiserestriktionen blieben vor allem die G├Ąste aus dem Ausland aus.

Auch im Januar fiel der R├╝ckgang bei den ausl├Ąndischen G├Ąsten besonders stark ins Gewicht. Hier kamen knapp 80 Prozent weniger als vor zw├Âlf Monaten, es wurden nur noch 307’000 Logiern├Ąchte verbucht. Aber auch die inl├Ąndischen G├Ąste generierten mit lediglich 574’000 ├ťbernachtungen rund 37 Prozent weniger.

Nach Herkunftsl├Ąndern der ausl├Ąndischen G├Ąste war vor allem bei Touristen aus dem Vereinigten K├Ânigreich ein frappanter R├╝ckgang zu beobachten. Noch knapp 10’000 Briten n├Ąchtigten im Januar 2021 in der Schweiz nach ├╝ber 130’000 im Januar 2020.

Der R├╝ckgang erstaunt wenig, h├Ątten die G├Ąste von der Insel wegen der Corona-Mutation in Grossbritannien doch in eine Zwangsquarant├Ąne gemusst. Viele, die bereits im Dezember angekommen waren, reisten darauf Hals ├╝ber Kopf unerlaubt wieder ab.

Doch auch die n├Ârdlichen Nachbarn zog es im Januar viel weniger in die Schweizer Berge. Die ├ťbernachtungen deutscher Touristen brachen auf noch deren 80’000 ein von zuvor ├╝ber 310’000.

Spannend ist zudem ein Blick auf die einzelnen Tourismusdestinationen. Weiterhin de facto nicht existent war der St├Ądtetourismus. In den Metropolen Z├╝rich, Basel und Genf lagen die Logiern├Ąchte jeweils etwa circa 80 Prozent unter Vorjahr.

Eher erstaunlich ist, dass es in gewissen Bergorten nur wenig besser aussah. So gingen die ├ťbernachtungen etwa in Flums (-67%) oder Engelberg (-58%) ebenfalls stark zur├╝ck.

Vom grossen Einbruch verschont blieben Destinationen wie Andermatt (-20%), Adelboden (-21%), Zuoz (-17%) oder Laax (-6%). Zu den wenigen Gewinnern geh├Ârte das B├╝ndner Bergtal Bergell (+17%) oder der Kurort Disentis in der Surselva (+130%).

(text:sda/bild:pixabay)