26 September 2026

Schwammlandprojekt in Rubigen zeigt, wie Wasserspeicherung funktioniert

Der Hitzesommer 2026 führt der Schweiz erneut vor Augen, wie entscheidend Wasser in Trockenperioden wird. Gleichzeitig leiten wir Niederschlagswasser vielerorts noch immer möglichst schnell aus der Landschaft ab – über Drainagen, kanalisierte Gewässer und versiegelte Flächen.

Was wäre, wenn wir die Landschaft stattdessen wieder stärker zum Wasserspeicher machen? Genau hier setzt das Konzept Schwammland an: Wasser soll dort, wo es fällt, verlangsamt, versickert und gespeichert werden – in Böden, Wäldern, Feuchtgebieten, Gewässern und im Grundwasser. Damit können Landschaften Trockenperioden besser überstehen und gleichzeitig Abflussspitzen bei Starkregen dämpfen.

Das Thema ist nicht neu, gewinnt angesichts zunehmender Trockenheit und Nutzungskonflikte um Wasser aber stark an Dringlichkeit. In Rubigen wurde ein Schwammland-Projekt bereits verwirklicht: Zwei Bäche wurden revitalisiert. Durch das freie und weite Bachbett fliesst das Wasser einerseits langsamer, andererseits wird der Austausch mit dem Grundwasser gefördert. Als Nebeneffekt wurde so auch der Hochwasserschutz verbessert.

Das Netzwerk Schwammland von Wasser-Agenda 21 arbeitet daran, diesen Ansatz in der Schweiz stärker in die Praxis zu bringen. Das Projekt wird vom Bundesamt für Umwelt BAFU und von zwölf Kantonen finanziell getragen. Es verbindet Akteurinnen und Akteure aus Verwaltung, Wissenschaft und Praxis sowie aus Landwirtschaft, Waldwirtschaft, Wasserwirtschaft, Raumplanung, Naturgefahren und Naturschutz.

(text:pt+ath/bild:pexels)