7 November 2026

Schub für Infantino aus der Karibik

Der FIFA-Machtkampf scheint fast schon vorentschieden zu sein. Jetzt stellt sich mit der Karibik ein weiterer Wählerblock hinter Gianni Infantino.

Der umstrittene FIFA-Präsident Gianni Infantino kommt einer Die Karibische Fussballunion (CFU) kündigte an, bei der Präsidentenwahl geschlossen für den Schweizer zu stimmen. Die CFU hat 31 Mitgliedsverbände, 25 davon dürfen an der Wahl Infantinos teilnehmen. Der Karibikverband weicht damit auch von der Haltung der kontinentalen Dachorganisation Concacaf ab, die sich gegen Infantino gestellt hatte.

Die CFU erklärte, sie habe sich nach Beratungen mit allen Mitgliedern für die gemeinsame Position und die Bestätigung von Infantino entschieden. Als Grund wurde die Finanzhilfe der FIFA bei der Entwicklung des Fussballs in der Region genannt. Der Verband fügte aber auch hinzu: „In diesem Sinne fordert die CFU weiterhin mehr Transparenz, eine verantwortungsvolle Führung sowie grundlegende Reformen innerhalb der Fussballfamilie.“

Infantino strebt beim FIFA-Kongress am 18. März 2027 in Rabat die Wiederwahl für eine vierte Amtszeit an. Die Rückendeckung für den 56-Jährigen war zuletzt wieder deutlich gewachsen. Der Präsident von Asiens Kontinentalverband AFC, Scheich Salman bin Ibrahim al-Chalifa, hatte Infantino seine „uneingeschränkte Unterstützung“ zugesichert. Aus Afrika, Südamerika und Ozeanien kann der Walliser ebenso mit insgesamt vielen Stimmen rechnen.

Bis zum 18. November müssen Kandidaten ihre Bewerbung für die Wahl des FIFA-Präsidenten beim Weltverband hinterlegen. Der Ehrenvorsitzende des japanischen Verbands, Kozo Tashima, hatte angekündigt, gegen Infantino antreten zu wollen. Auch Ramon Vega strebt eine Kandidatur an. Beiden werden aber nur wenig Chancen eingeräumt.

(text:sda/bild:unsplash)