25 MĂ€rz 2022

SBK Bern: Sorge um die Situation im PZM MĂŒnsingen

Laut Medienberichten sind wiederholt möglicherweise vermeidbare und prĂ€ventive Zwangsmassnahmen im Psychiatrischen Zentrum MĂŒnsingen (PZM) zum Einsatz gekommen. Patient:innen sollen im Zimmer isoliert oder ans Bett fixiert worden sein. «Solche Massnahmen widersprechen dem Erwachsenenschutzrecht, sofern die Kriterien fĂŒr eine Selbst- und FremdgefĂ€hrdung nicht gegeben sind» erklĂ€rt Manuela Kocher, PrĂ€sidentin der SBK Sektion Bern. Der SBK als Vertreter des Pflegefachpersonals nimmt die UmstĂ€nde mit grosser Sorge zur Kenntnis. «Wir fordern den Kanton Bern zu einer lĂŒckenlosen AufklĂ€rung der Situation im PZM auf und verlangen die rasche AufklĂ€rung der dazu fĂŒhrenden UmstĂ€nde. Es sind umgehend Massnahmen umzusetzen, die diese Situation beheben.» fordert Manuela Kocher. Patient:innen, die sich nicht ambulant behandeln lassen können, weil die Kriterien fĂŒr eine Selbst- und FremdgefĂ€hrdung nach dem Erwachsenenschutzrecht erfĂŒllt sind, haben das Anrecht auf entsprechende Pflege und Betreuung in einer dafĂŒr ausgerichteten Klinik. Damit diesen Personen die notwendige Behandlung und Pflege zuteilwerden kann, benötigen die Klinik genĂŒgend und gut qualifiziertes Personal. Manuela Kocher stellt klar: «Es darf nicht sein, dass aufgrund von Personalmangel Patienten und Patientinnen ruhiggestellt werden, wie dies in den Berichten dargestellt wird. Die Gesundheits-, Sozial-, und Integrationsdirektion des Kantons Bern hat eine Aufsichtspflicht ĂŒber alle Betriebe, die einen Leistungsvertrag haben und diese Pflicht muss der Kanton wahrnehmen.»

(text:pd/bild:beo)