25 Oktober 2022

SBB kaufen im Winter Strom dazu

Die SBB werden im kommenden Winter Strom einkaufen m├╝ssen. Auf Wasserstoffantriebe umzusatteln, wie etwa in Deutschland, planen sie laut SBB-Chef Vincent Ducrot nicht.

Wasserstoffantrieb k├Ânne eine L├Âsung sein, um mit fossiler Energie betriebene Z├╝ge zu ersetzen, sagte Ducrot im Interview mit der Newsplattform des Bundesamts f├╝r Wirtschaft „Die Volkswirtschaft“ am Dienstag. Das Schweizer Schienennetz sei aber vollst├Ąndig elektrifiziert und ein grosser Teil des Stroms stamme aus eigener Produktion.

Doch die Wasserkraftwerke der SBB h├Ątten im Sommer wegen der Trockenheit wenig produziert. Die SBB m├╝ssten daher Strom einkaufen und selber mehr produzieren. Aber wie? F├╝r Fotovoltaikanlagen g├Ąbe es zwei Optionen: Auf den Geb├Ąuden im Flachland und in den Bergen. Den Output der Anlagen zu erh├Âhen sei aber schwierig, sagte Ducrot, dies insbesondere im Winter. „Wir k├Ânnten uns vorstellen, in den Bergen Solarpanels aufzustellen, zum Beispiel auf den Staumauern unserer Wasserkraftwerke.“

Zudem wollen die SBB die Bremsenergie ihrer Z├╝ge noch besser nutzen und wieder ins Netz einspeisen. Damit ein Zug weniger anhalten muss, setzt das Bahnunternehmen zudem auf gr├╝ne Wellen. So k├Ânnen laut Ducrot pro Jahr sieben bis acht Prozent Strom gespart werden. Seit 2010 haben die SBB laut ihrem CEO mit den bereits realisierten Projekten rund 25 Prozent Strom eingespart.

(text:sda/bild:unsplash)