15 April 2024

SBB ersetzt Bahnfunk-Technologie zwischen Thun und Bern

Wie Schienen, Stromleitungen oder Signalanlagen braucht eine Bahn auch ein Bahnfunknetz. Jenes der SBB erreicht das Ende seiner Lebensdauer und muss ersetzt werden. Als erstes wird die Strecke zwischen Bern und Thun mit dem neuen, auf dem 5G-Standard basierenden System ausger├╝stet.

Damit die Bahnen in Europa grenz├╝berschreitend verkehren k├Ânnen, setzen sie auf einen einheitlichen, neuen Standard, der abgek├╝rzt FRMCS (Future Railway Mobile Communication System) heisst. Die regulatorischen Vorgaben verpflichten die SBB zur Einf├╝hrung dieses Systems, wie das Unternehmen in einer Mitteilung vom Montag schreibt.

Um den k├╝nftigen Bahnfunk nutzen zu k├Ânnen, muss die SBB einen Teil der bestehenden Antennen-Standorte am Bahnkorridor zwischen Bern und Thun umbauen. Zudem braucht es auch neue Antennenstandorte. Die f├╝r den Bahnfunk notwendigen Antennen versorgen laut SBB gezielt den Bahnkorridor und nicht die gesamte Umgebung wie herk├Âmmliche, kommerzielle Mobilfunk-Antennen.

Im Zug der Aufr├╝stung auf den k├╝nftigen Bahnfunk-Standard testen die SBB und die Mobilfunkanbieter ausserdem eine Zusammenarbeit. Zus├Ątzlich zum Bahnfunk soll auch die Mobilfunkversorgung f├╝r die Kunden verbessert werden.

Anwohnende und Gemeinden entlang der Strecke wurden laut SBB bereits informiert. Das Unternehmen betont, die gesetzlichen Vorgaben und die geltenden Grenzwerte bez├╝glich Strahlung einzuhalten.

F├╝r die Strecke zwischen Bern und Thun durchl├Ąuft die SBB ab Fr├╝hling 2024 zwei ordentliche Plangenehmigungsverfahren mit dem Bundesamt f├╝r Verkehr als Bewilligungsbeh├Ârde. Das erste Verfahren f├╝r den Abschnitt zwischen Rubigen und Thun wurde Ende 2023 eingereicht und liegt vom 15. April bis 14. Mai 2024 ├Âffentlich auf. Das zweite Verfahren f├╝r den Abschnitt zwischen Bern und Allmendingen folgt diesen Fr├╝hling.

(text:sda/bild:archiv)