8 Dezember 2022

Saanen wird beim Einzahlen in den Finanzausgleich nicht entlastet

Der Sch├Ânrieder Grossrat Hans Sch├Ąr (FDP) fordert Obergenzen, wie viel Gemeinden in den kantonalen Finanzausgleich einzahlen sollen: Nicht mehr als 20 Prozent des harmoniserten Steuerertrages und nicht mehr als 1500 Franken pro Einwohner:in. Die Saanener Bev├Ąlkerung habe kein Verst├Ąndnis daf├╝r, dass die Einzahlung in den Finanzausgleich einen derart grossen Budgetposten ausmache, so Sch├Ąr. Ausserdem seien die Geldfl├╝sse einseitig, Unterst├╝tzung aus Bern sei z├Âgerlich und der Service Public werde zur├╝ckgebaut.

Viel Unterst├╝tzung kam Sch├Ąr im Kantonsparlament nicht zugute. Von seinem Vorschlag w├╝rden n├Ąmlich nur gerade zwei Gemeinden profitieren: Saanen und Guttannen. Sie sind die einzigen, die mehr als 20 Prozent des harmoniserten Steuerertrages einzahlen. Mehr als 1500 Franken pro Kopf zahlt keine Berner Gemeinde.

Finanzdirektorin Astrid B├Ąrtschi gab auch zu bedenken, dass mit diesem Vorstoss Saanen und Guttannen besser gestellt w├╝rden, gleichzeitig aber hundert Gemeinden schlechter dastehen w├╝rden. Das sah auch der Grosse Rat so und lehnte Sch├Ąrs Pr├╝fungsauftrag deutlich ab.

(text:csc/bild:archiv)