25 Juni 2022

Russland meldet fast 800 getötete ukrainische Soldaten an einem Tag

In der erbitterten Schlacht um den Osten der Ukraine haben russische Truppen nach eigenen Angaben binnen 24 Stunden fast 800 gegnerische Soldaten getötet – darunter 80 freiwillige KĂ€mpfer aus Polen. Die “Söldner” seien durch einen Raketenangriff auf ein Zinkwerk in der Stadt Kostjantyniwka liquidiert worden, erklĂ€rte am Samstag das Verteidigungsministerium in Moskau. Ein Raketenangriff auf Mykolajiw im SĂŒden habe etwa 300 Soldaten getötet. Auch die Regierung in Kiew berichtete von heftigem Beschuss in vielen Gebieten. Die Frau von PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj verglich die russischen Truppen mit der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und warf ihnen Sexualverbrechen vor.

In den vergangenen Tagen hatten die russischen StreitkrĂ€fte mehrere Ortschaften im Ballungsraum Sjewjerodonezk-Lyssytschansk eingenommen. Die erste der beiden einstigen GrossstĂ€dte ist inzwischen unter russischer Kontrolle. Heute leben in Sjewjerodonezk aber nur noch einige Tausend Menschen. Zudem stehen moskautreue Truppen am sĂŒdlichen Stadtrand von Lyssytschansk. Die Stadt ist nach dem weitgehenden RĂŒckzug der Ukrainer aus Sjewjerodonezk zum nĂ€chsten Angriffsziel der Russen geworden. Sowohl Artillerie als auch die Luftwaffe hĂ€tten Lyssytschansk unter Feuer genommen, hiess es. UnabhĂ€ngig ĂŒberprĂŒfen lassen sich diese Angaben nicht.

Die ukrainische Nachrichtenagentur Unian meldete, auch die Region Dnipropetrowsk sei mit Artillerie beschossen worden. Allein in der Umgebung von Schytomyr – einer Grossstadt westlich von Kiew – schlugen nach Angaben von BĂŒrgermeister Serhij Suchomlin 24 Raketen ein.

(text:sda/bild:unsplash)