9 Juni 2023

Russland beschiesst Ukraine mit Drohnen und Raketen

Bei neuen Angriffen auf die Ukraine hat Russland das Land mit Drohnen, Marschflugkörpern und Raketen angegriffen.

Insgesamt seien 10 von 16 Drohnen und 4 Marschflugkörper abgeschossen worden, teilten die LuftstreitkrĂ€fte am Freitagmorgen in Kiew mit. Im ganzen Land hatte es zuvor Luftalarm gegeben. Im Raum Schytomyr gab es einen Toten und drei Verletzte nach dem Abschuss einer Rakete, die TrĂŒmmer stĂŒrzten zu Boden und trafen mehrere WohnhĂ€user, teilte die Gebietsverwaltung mit.

In der Stadt Uman im zentralukrainischen Gebiet Tscherkassy schlugen laut Behörden zwei Raketen in ein Industrieobjekt und eine Autowaschanlage ein. Acht Menschen seien verletzt worden, zwei von ihnen schwer, hiess es.

In der Region Dnipropetrowsk beschĂ€digten TrĂŒmmer abgeschossener Drohnen und Raketen zwei WohnhĂ€user, eine Gasleitung und ein Auto, wie der MilitĂ€rgouverneur des Gebiets, Serhij Lyssak, mitteilte. Es gebe keine Verletzten, sagte er. Russland ĂŒberzieht die Ukraine immer wieder mit Drohnen- und Raketenangriffen. Auch in der ukrainischen Hauptstadt Kiew gab es am Donnerstagabend und in der Nacht zum Freitag wieder Luftalarm. Über SchĂ€den wurde nichts bekannt.

In der russischen Grenzregion Belgorod, die seit Tagen von ukrainischer Seite beschossen wird, meldeten die Behörden am Freitagmorgen erneut nÀchtliche Angriffe. Die Flugabwehr habe im Gebiet und in der Stadt Belgorod gearbeitet, sagte Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow, in einer Videobotschaft. In einer Ortschaft seien WohnhÀuser zerstört worden.

Er sprach von insgesamt drei Verletzten. Auch die Stadt Schebekino sei erneut beschossen worden, WohnhÀuser seien zerstört. Aber Inspektionen dort seien wegen des Beschusses derzeit nicht möglich, sagte er.

Russland hatte seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine am 24. Februar 2022 begonnen und Tod und Zerstörung ĂŒber das Land gebracht sowie zahlreiche Gebiete besetzt. Die Ukraine hat eine Grossoffensive mit westlicher MilitĂ€rhilfe zur Befreiung ihrer Territorien, darunter die schon 2014 von Russland annektierte Schwarzmeer-Halbinsel Krim, in Aussicht gestellt. Das Kampfgeschehen hatte sich in den vergangenen Tagen deutlich intensiviert.

Auch russische Grenzregionen wie Belgorod, Kursk und Brjansk klagten ĂŒber vermehrten Beschuss. Offiziell hat Kiew den Beginn der Grossoffensive aber nicht bestĂ€tigt.

(text:sda/bild:unsplash-symbolbild)