10 Februar 2022

Russische Team-Olympiasiegerin Waljewa laut Medien positiv getestet

Die Verschiebung der Siegerehrung im Teamwettbewerb in Peking d├╝rfte auf einen Dopingfall im siegreichen russischen Team zur├╝ckzuf├╝hren sein.

Laut ├╝bereinstimmenden russischen Medienberichten soll die erst 15-j├Ąhrige Kamila Waljewa positiv auf die verbotene Substanz Trimetazidin getestet worden sein. Eine Best├Ątigung daf├╝r gab es weder vom IOC noch von russischen Vertretern. Das IOC hatte am Mittwoch rechtliche Gr├╝nde als Ursache f├╝r Verschiebung angegeben.

Details ├╝ber die Hintergr├╝nde des ungew├Âhnlichen Schritts waren nicht genannt worden. „Es w├Ąre unpassend, wenn wir ein laufendes juristisches Verfahren kommentieren w├╝rden“, sagte IOC-Sprecher Mark Adams und bezeichnete die Berichte als „Spekulation“.

Die Mannschaft mit Waljewa hatte den Team-Wettkampf am Montag vor den USA und Japan gewonnen. Trimetazidin ist eine von der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA seit 2014 verbotene Substanz, die in Medikamenten zur Behandlung von Angina pectoris enthalten ist.

Der Fall birgt zus├Ątzliche Brisanz, da Russland quasi nur auf Bew├Ąhrung an den Winterspielen teilnehmen darf. Aufgrund von Sanktionen infolge des Dopingskandals an den Winterspielen 2014 in Sotschi tritt Russland wie auch schon im Sommer in Tokio lediglich als Russisches Olympisches Komitee (ROC) auf. Die eigene Fahne und Hymne sind nicht zugelassen.

(text:sda/bild:unsplash-symbolbild)