25 September 2023

Rund 500 Personen versammeln sich in Bern f├╝r eine 13. AHV-Rente

Etwa 500 Rentnerinnen und Rentner haben sich f├╝r das 75-Jahre-Jubil├Ąum der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) in Bern auf dem Waisenhausplatz versammelt, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur Keystone-SDA feststellte. Sie verlangten einen Ausbau der Altersvorsorge.

Zur Kundgebung aufgerufen hatte die Rentnerinnen- und Rentner-Kommission des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds (SGB) zusammen mit verschiedenen Gewerkschaften sowie Senioren- und Seniorinnen-Organisationen. Im Zentrum der Forderungen stand eine 13. AHV-Rente.

Die zus├Ątzliche Rente k├Ânne finanziert werden, sagte Pierre-Yves Maillard, Pr├Ąsident des SGB und Nationalrat (PS/VD), auf der Rednertrib├╝ne. Die AHV habe zuletzt 1,7 Milliarden Gewinn gemacht und ├╝ber die Mehrwertsteuern w├╝rden n├Ąchstes Jahr zwei Milliarden dazu kommen.

Per 1. Januar 1948 wurde die AHV in Kraft gesetzt. Seit damals erfuhr das Bundesgesetz zehn Revisionen. Die Minimalrente betrug 1948 laut dem Bundesamt f├╝r Sozialversicherungen (BSV) 40 Franken, was unter Ber├╝cksichtigung der Teuerung heutzutage etwa 194 Franken entsprechen w├╝rde. Im Vergleich dazu liegt die Maximalrente 2023 bei 2450 Franken.

Vor 1948 sei die F├╝rsorge f├╝r erwerbsunf├Ąhige und betagte Menschen in der Schweiz bis ins 19. Jahrhundert weitgehend Sache von Familienangeh├Ârigen, gemeinn├╝tzigen Organisationen und der Kirche gewesen, schreibt das BSV in einem Hintergrunddokument zum 75-Jahre-Jubil├Ąum der AHV. In den 1880er-Jahren wurden hierzulande dann – unter dem Eindruck der Massenarmut der Fabrikarbeiterfamilien – Forderungen nach Sozialversicherungen laut.

1925 wurde die Verfassungsgrundlage f├╝r die Schaffung der AHV vom Volk angenommen. 1931 scheiterte dann die erste AHV-Vorlage an der Urne. 1947 wurde das Bundesgesetz ├╝ber die AHV dann im zweiten Anlauf mit einem Ja-Stimmenanteil von 53 Prozent vom Volk angenommen.

(text:sda/bild:unsplash-symbolbild)