15 Mai 2026

Rot-weisse Ekstase: Die Nacht der Helden

Ausnahmezustand in Thun: Das Berner Oberland zelebriert einen Triumph für die Ewigkeit. Nach dem sensationellen Meisterschaftstitel verwandelte sich die Stadt am Freitag in ein begeistertes Meer aus Rot und Weiss. Tausende Anhänger pilgerten bereits am Nachmittag zum Stadion, um den Startschuss der Feierlichkeiten hautnah mitzuerleben. Von dort aus setzte sich ein triumphaler Korso in Bewegung, der sich langsam seinen Weg durch die dicht gesäumten Gassen der Altstadt bahnte. Die Euphoriewelle war förmlich greifbar, als die Menge ihren Schützlingen zujubelte, die auf dem offenen Wagen stolz die Trophäe präsentierten.

Präsident Andres Gerber zeigte sich auf der Bühne überwältigt und erinnerte an die Skepsis vor einem Jahr – der Durchmarsch als Aufsteiger bleibt für ihn fast unbegreiflich. Auch für Sportchef Dominik Halbrecht fühlte sich das Erwachen am Morgen nach dem Coup noch immer surreal an. Trotz strömenden Regens liessen sich die Fans die Laune nicht verderben: „Der Regen ist egal“, hielt eine Radio-BeO-Reporter vor Ort fest, während die Spieler die enorme Wertschätzung des Publikums sichtlich genossen.

Das Epizentrum der Party verlagerte sich schliesslich auf den Stadthofplatz. Unter tosendem Applaus trat die Equipe ins Scheinwerferlicht, während Coach Mauro Lustrinelli sichtlich bewegt die Bedeutung dieses Coups für den gesamten Club unterstrich. Mit Andres Gerbers lautstarkem Versprechen, nun auch „Europa zu zeigen, wer die Thuner sind“, endete der offizielle Teil in einer euphorischen Kampfansage.

(text:tki/bild:beo)