7 MĂ€rz 2022

Rettungswinden-Einsatz in der Dunkelheit am Eiger

Die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega war am Sonntagabend, 6. MĂ€rz 2022, fĂŒr zwei Alpinisten im Einsatz, die in der Eigernordwand (BE) blockiert waren. Sie konnten an der Rettungswinde evakuiert werden. Der Einsatz in der Dunkelheit gelang mit der UnterstĂŒtzung von zwei Bergrettern des Schweizer Alpen-Club SAC. Rettungswinden-EinsĂ€tze in der Dunkelheit sind sehr anspruchsvoll und werden von den Rega-Crews darum regelmĂ€ssig trainiert.

Am Sonntagabend ging bei der nationalen Luftrettungszentrale der Rega ein Alarm ein. Zwei erschöpfte und unterkĂŒhlte Alpinisten waren in der Eigernordwand blockiert. Die Einsatzleiterin bot umgehend die Rega-Crew der Basis Wilderswil auf, die dann zusammen mit zwei Rettungsspezialisten Helikopter (RSH) des Schweizer Alpen-Club SAC zum Einsatzort flog. Diese kommen dann zum Einsatz, wenn die Rega-Crew im schwierigen GelĂ€nde UnterstĂŒtzung braucht.

Nachdem die Crew die beiden Alpinisten auf rund 3’300 m ĂŒ. M., zwischen dem ersten und dem zweiten Eisfeld der Eigernordwand gesichtet hatte, wurde einer der beiden RSH an der Rettungswinde aus dem Helikopter zu den beiden blockierten Bergsteigern heruntergelassen. Der RSH sicherte eine der beiden Personen bei sich an der Winde. Dann flog der Helikopterpilot die beiden an der Rettungswinde zum Zwischenlandeplatz auf der Kleinen Scheidegg. Danach kehrte der Rega-Helikopter zurĂŒck zum Einsatzort und der zweite RSH wiederholte das gleiche mit der anderen blockierten Person.

EinsĂ€tze mit der Rettungswinde in der Nacht sind besonders anspruchsvoll und komplex, weil es fĂŒr die Crews schwieriger ist, in der Dunkelheit die Distanzen einzuschĂ€tzen und das GelĂ€nde zu lesen, was bei einem Rettungswindeneinsatz zentral ist. Um fĂŒr solche EinsĂ€tze bestmöglich vorbereitet zu sein, trainieren die Rega-Crews den Einsatz der Rettungswinde in der Nacht regelmĂ€ssig.

(text:pd/bild:zvg/rega)