Rekordsommer in der Hotellerie aber nicht im Kanton Bern
In der Schweizer Hotellerie wurde in der Sommersaison 2025 (Mai bis Oktober) erstmals die Marke von 25 Millionen Logiernächten überschritten. Mit insgesamt 25,1 Millionen erhöht sich die Zahl der Logiernächte gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode um 2,6 Prozent. Die ausländische Nachfrage stieg um 2,4 Prozent auf 13,4 Millionen, womit ein historisches Ergebnis erreicht wurde. Auch die inländische Nachfrage nahm zu: Mit 11,7 Millionen Logiernächten lag sie um 2,8% (+316 000) über dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Dies geht aus den provisorischen Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.
Noch nie so viele amerikanische Gäste
Mit insgesamt 13,4 Millionen Logiernächten ausländischer Gäste wurde in der Sommersaison 2025 das beste Ergebnis seit mehreren Jahrzehnten erzielt. Monat für Monat stieg die ausländische Nachfrage gegenüber dem jeweiligen Vorjahresmonat an. So wurden jeden Monat historische Werte erreicht – einzige Ausnahme bildet der August, für den die Werte 1992 und 1993 über dem Niveau der Sommersaison 2025 lagen. Mit diesen Höchstwerten bestätigt sich der Trend der Sommersaisons 2023 und 2024 (+19,7 Prozent bzw. 4,5Prozent). Allerdings ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum lediglich die Nachfrage der Besucherinnen und Besucher aus zwei der fünf Kontinente gestiegen.
Erneut erreichten die amerikanischen Gäste mit insgesamt 3,1 Millionen Logiernächten (+3,4 Prozent) einen neuen Höchstwert. Bei den Gästen vom amerikanischen Kontinent verzeichneten US-amerikanische Besucherinnen und Besucher den grössten absoluten Anstieg (+3,1 Prozent), woraus mit 2,5 Millionen Logiernächten das beste Ergebnis seit 1985 resultiert.
Die europäische Nachfrage stieg um 3,8 Prozent und lag mit 6,9 Millionen Logiernächten auf einem Niveau, das seit der touristischen Sommersaison 2013 nicht erreicht wurde. Die grössten absoluten Zunahmen waren bei den britischen Gästen zu verzeichnen, gefolgt von Deutschland, Italien und Frankreich.
Bei den Gästen aus Asien zeigt sich ein umgekehrter Trend: Mit 2,9 Millionen Logiernächten wurde hier ein Minus von 1,1 Prozent verbucht. Dieser Rückgang ist vor allem auf die sinkende Nachfrage aus Korea (-11,7 Prozent), den Golfstaaten (-3,0 Prozent) und Indien (-2,6 Prozent) zurückzuführen. Umgekehrt generierten Gäste aus China ein Plus von 11,1 Prozent. Die Logiernächtezahl chinesischer Besucherinnen und Besucher lag jedoch immer noch 42,8 Prozent unter dem Wert des Jahres 2019. Insgesamt ist die asiatische Nachfrage gegenüber dem entsprechenden Zeitraum 2019 um 22,3 Prozent gesunken.
Logiernächteplus in den meisten Tourismusregionen ausser in Bern und Genf
In elf von dreizehn Tourismusregionen nahm in der Sommersaison 2025 die Logiernachtzahl gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu. Sieben Regionen verzeichneten sogar ihr bestes Ergebnis seit mehr als dreissig Jahren. Den grössten absoluten Anstieg registrierte Graubünden (+4,9 Prozent), gefolgt von Zürich Region und Tessin. Umgekehrt waren Genf (-0,9 Prozent) und Bern Region (-0,5 Prozent) die einzigen beiden Tourismusregionen, in denen die Logiernächtezahl abnahm.
(text:pd/bild:csc)