3 September 2022

Rekordhohe Zahl von Skifahrern auf Schweizer Pisten

Obwohl die Besucherzahlen und der Umsatz der Schweizer Skigebiete in der letzten Saison Rekordwerte erreichten, erwartet der Direktor der Schweizer Bergbahnen, Berno Stoffel, einen schwierigen Winter.

Zum ersten Mal seit der Saison 2012/2013 verzeichneten die Skigebiete in der vergangenen Saison mehr als 25 Millionen Skifahrertage. Das geht aus der Bilanz hervor, die die Schweizer Bergbahnen auf ihrer Website veröffentlicht haben.

Auch der Umsatz kletterte mit 828 Millionen Franken auf den höchsten Stand seit der Saison 2010/2011. Trotz der Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Covid-Pandemie waren die Skilifte stark ausgelastet, sagte Stoffel den Westschweizer Tageszeitungen “La LibertĂ©” und “Le Nouvelliste” (Samstagausgaben).

Die in NachbarlĂ€ndern wie Frankreich noch geltenden Covid-BeschrĂ€nkungen fĂŒhrten zusĂ€tzlich zu einer höheren Zahl der auslĂ€ndischen GĂ€ste in der Schweiz. WĂ€hrend diese GĂ€ste in der Saison 2020/2021 nur ein Viertel der GĂ€ste im Wallis ausmachten, stellten sie in der letzten Saison fast die HĂ€lfte der Skifahrer.

Diese Klientel könnte jedoch in der kommenden Skisaison 2022/2023 erneut die Schweizer Skigebiete meiden, warnte Stoffel. Er erwarte einen schwierigen Winter. “Die Schweiz wird nicht mehr den Vorteil haben, eines der wenigen LĂ€nder in der Region zu sein, deren Skigebiete geöffnet oder ohne EinschrĂ€nkungen zugĂ€nglich sind”.

Die Inflation in Europa wirke sich ebenfalls zu Ungunsten der Schweizer Skigebiete aus. AuslĂ€ndische Touristen könnten durch die sinkende Kaufkraft und die hohen Preise in der Schweiz abgeschreckt werden. Die Schweizer GĂ€ste dĂŒrften hingegen im Land bleiben. Die Abwesenheit der Russen und Chinesen werde sich kaum auf das GeschĂ€ft auswirken, so der Direktor der Schweizer Bergbahnen.

(text:sda/bild:sda)