16 Oktober 2023

Regulierung von Airbnb und Co. auf dem Bödeli?

Der Tourismus im Oberland boomt. Was des einen Freud, ist aber eben der anderen Leid. So werden in touristischen Regionen die Wohnungen knapper und dadurch auch teurer. Immer öfter wird Wohnraum zu touristischen Zwecken kurzvermietet – ein Prinzip, welches die Internetplattform Airbnb populĂ€r gemacht hat. Die Plattformvermietungen in Wohnquartieren heizen aber nicht nur den Wohnraummangel an, sondern verĂ€rgern Anwohnende auch durch Mehrverkehr und LĂ€rm.

Die Stimmbevölkerung der Stadt Luzern schob dem ganzen im MĂ€rz den Riegel: Fast zwei Drittel der Stimmberechtigten sprach sich fĂŒr eine strenge Regulierung aus. Wohnungen dĂŒrfen demnach maximal 90 Tage pro Jahr ĂŒber Plattformen wie Airbnb an Personen vermietet werden, die sich nur kurze Zeit in der Stadt aufhalten. Die Luzerner SP gewann das Anliegen im Alleingang, alle anderen Parteien, sowie die Stadtregierung waren dagegen.

Die SP Bödeli Jungfrau möchte das Anliegen nun auch in den Bödeligemeinden und im Lauterbrunnental diskutieren, allenfalls eine Ă€hnliche Volksinitiative nach Luzerner Vorbild lancieren. Dazu veranstaltet sie am 1. November eine Informationsveranstaltung in Unterseen. Referent wird dabei der Luzerner SP-Politiker David Roth sein, der massgeblich an der Initiative „Wohnraum schĂŒtzen – Airbnb regulieren“ beteiligt war. Hanspeter Berger, Co-PrĂ€sident der SP Bödeli Jungfrau sagt, mit dem Anlass wolle man auch ein wenig den Puls der Bevölkerung in der Thematik spĂŒren. Er ist ĂŒberzeugt, dass Anliegen beschĂ€ftige ĂŒber die Parteigrenzen hinaus.

(text:csc/bild:unsplash)