12 März 2026

Regierungsrat schätzt Olympia-Kandidatur 2038 positiv ein

Der Regierungsrat begrüsst den Entwurf des Bundesratsbeschlusses zur Unterstützung der Kandidatur, Vorbereitung und Durchführung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2038.

Die Winterspiele 2038 bieten bei konsequenter Umsetzung des vorgelegten Konzepts eine substanzielle Chance für Sport, Tourismus, Regionalentwicklung und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Der Regierungsrat würdigt in seiner Antwort zur Vernehmlassung besonders den dezentralen Austragungsansatz und das klare Bekenntnis zur Nutzung bestehender Infrastrukturen. Gemäss Konzept sollen mit der Schlussfeier der Olympischen Spiele und der Eröffnungs- und Schlusszeremonie der Paralympischen Spiele zentrale Festakte im Kanton Bern stattfinden.

Der Regierungsrat hält jedoch fest, dass ohne Sicherstellung der Gesamtfinanzierung und der privaten Defizitgarantie auf eine Kandidatur verzichtet werden muss. Der Kanton ist nicht bereit, eine Defizitgarantie zu leisten.

«Es gibt Beispiele aus der Vergangenheit, bei welchen die Kosten der Olympische Spielen aus dem Ruder liefen. Schlussendlich musste dann die öffentliche Hand einen Scherbenhaufen aufräumen – das will die Berner Regierung nicht. Wir wollen von Anfang an die Sicherheit haben, dass ein Konzept ausgearbeitet wird, welches funktioniert und bei welchem wir die Kosten im Griff haben – nicht, dass am Ende die öffentliche Hand noch Restkosten übernehmen muss», erklärt der Regierungsrat Christoph Ammann gegenüber Radio BeO.

Darüber hinaus verlangt der Regierungsrat in Bezug auf die nun folgenden Beschlüsse des Bundes einen engen Einbezug in die weiteren Planungs- und Koordinationsarbeiten. Er erwartet vom Bund auch eine frühzeitige Präzisierung der kantonalen Kostenverteilung. Diese ist aus Sicht des Regierungsrates in Hinblick auf mögliche Volksabstimmungen in den Austragungskantonen von zentraler Bedeutung.

(text:pd,jkä/symbolbild:pexels)