3 April 2023

Regierungsrat hÀlt an Tempo 30 fest

Eine Gruppe vornehmlich OberlĂ€nder GrossrĂ€tinnen und GrossrĂ€te, darunter Beat Knutti (SVP), Hans SchĂ€r (FDP) und Anne Speiser-Niess (SVP) fordert in einer Motion den Regierigsrat auf, auf stark befahrenen Kantonsstrassen keine Tempo-30-Zonen einzufĂŒhren und auf Hauptverkehrsachsen generell Tempo 50 zu belassen. Auslöser dĂŒrfte unter anderem sein, dass der Kanton in Schönried (Gem. Saanen) trotz einer Petition mit ĂŒber zweitausend Unterschriften erneut auf die Tempolimite 30 zurĂŒckkommen wolle. Die MotionĂ€r:innen monieren auch, dass Tempo 30 bei Durchfahrtsstrassen wenig Sinn ergeben und zu „unnötigen Verkehrsbehinderungen“ fĂŒhren wĂŒrden.

Der Regierungsrat lehnt die Motion ab. In seiner Antwort nimmt er auch die erwĂ€hnte Petition aus Schönried auf: Diese sei gerade mal von 91 der rund tausend in Schönried wohnhaften Personen unterschrieben worden. Die restlichen Unterschriften wĂŒrden aus anderen Ortschaften der Deutschschweiz und Romandie stammen. Weiter sei es dem Regierungsrat wichtig, dass auf dem Kantonsstrassennetz der Verkehr sicher und flĂŒssig zirkulieren kann. Wo das nicht der Fall sei, sei mit verschiedenen Massnahmen, darunter Tempo-30 innerorts, eine Verbesserung der Situtaion herbeigefĂŒhrt worden. Tempo-30 reduziere auch – entgegen der Behauptung der MotionĂ€rinnen und MotionĂ€re – die Schadstoffbelastung, wenn es gelinge, den Verkehr flĂŒssig zu halten, zudem nĂ€hme der StrassenlĂ€rm durch weniger Brems- und BeschleunigungsvorgĂ€nge und schwĂ€chere AbrollgerĂ€usche betrĂ€chtlich ab, so der Regierungsrat in seiner Antwort weiter. Ausserdem betrage der Anteil von Tempo-30-Regimes auf dem gesamten Kantonsstrassennetz lediglich rund 1.25 Prozent.

Eine Annahme der Motion wĂŒrde auch den Handlungsspielraum des Kantons einschrĂ€nken, auf stark befahrenen Strassen aus SicherheitsgrĂŒnden, etwa Schulwege oder zum Schutz des Fussverkehrs in Tourismusregionen, abweichende Höchstgeschwindigkeiten zu verfĂŒgen.

(text:csc/bild:msi)