30 Dezember 2021

Regenfront zieht ├╝ber die Schweizer Alpen

In den Schweizer Alpen hat es in den letzten 24 Stunden ergiebig geregnet. Im Wallis sowie entlang der Alpen fielen laut Meteonews verbreitet 30 bis 40 Millimeter Regen. Lokal waren es bis ├╝ber 50 Millimeter.

Gleichzeitig stieg stieg die Schneefallgrenze auf rund 2500 Meter. Mit 53 Millimeter Regen pro Quadratmeter waren die Niederschl├Ąge in Zermatt VS am h├Âchsten. Doch auch in Interlaken (38 Millimeter) und im Glarus (36 Millimeter) gab es viel Regen.

Weniger stark betroffen waren das Mittelland sowie die Nord- und Westschweiz, wie dem Regenradar von Meteonews zu entnehmen ist. Keinen Tropfen regnete es dagegen im Tessin. Auch im B├╝ndnerland war nur wenig Niederschlag zu verzeichnen.

Derweil herrscht in weiten Teilen der Schweizer Alpen grosse Lawinengefahr. Spontane Lawinen sind zu erwarten, wie das WSL-Institut f├╝r Schnee- und Lawinenforschung (SLF) in Davos in seinem j├╝ngsten Bulletin schreibt.

Mit dem Neuschnee und dem starken bis st├╝rmischen Nordwestwind entst├╝nden in der H├Âhe weitere Ansammlungen von Triebschnee. Dies vor allem oberhalb von rund 2600 Metern. Lawinen k├Ânnten die tiefen Schichten durchreissen und sehr gross werden.

Der Regen in der Nacht auf Donnerstag f├╝hre in hohen Lagen zu einer zunehmenden Durchn├Ąssung der Schneedecke. Es seien unterhalb von 2600 Metern zahlreiche mittlere sowie grosse, spontane und nasse Lawinen zu erwarten. Die Spitze der Aktivit├Ąt d├╝rfte in der Nacht erreicht werden. Exponierte Verkehrswege seien teilweise gef├Ąhrdet.

Der Kanton Wallis mahnte seinerseits via Alertswiss zur Vorsicht. Die ungew├Âhnlich hohen Temperaturen und eine sehr aktive Regenfront schw├Ąchten die Schneedecke. Der Kanton Wallis rufe daher insbesondere Skifahrer und Wanderer zur Vorsicht auf.

Es bestehe hohe Lawinengefahr in allen H├Âhenlagen. Erdrutsche seien m├Âglich. Die starken Regenf├Ąlle seit Dienstag f├╝hrten am Mittwochabend im Kanton Glarus bereits zu ├ťberschwemmungen. Die Hauptstrasse zwischen Luchsingen und Leuggelbach wurde gesperrt.

In Luchsingen GL sei das Wasser vereinzelt in H├Ąuser eingedrungen, best├Ątigte die Kantonspolizei Glarus gegen├╝ber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA einen entsprechenden Bericht des Nachrichtenportals “nau.ch”.

Bereits im Tagesverlauf hatte Meteoschweiz, das Bundesamt f├╝r Meteorologie und Klimatologie, eine Regenwarnung der Stufe 3 ausgegeben. Auch SRF Meteo warnte, lokal drohten ├ťberschwemmungen. Bis Donnerstagmittag werden am Alpennordhang weitere Niederschl├Ąge erwartet.

(text:sda/bild:unsplash)