1 September 2022

Referenzzinssatz fĂŒr Wohnungsmieten bleibt bei 1,25 Prozent

Der Referenzzinssatz fĂŒr Wohnungsmieten bleibt wie erwartet unverĂ€ndert. Mieter und Mieterinnen können somit gestĂŒtzt auf diesen Referenzwert keinen Anspruch auf eine Senkung ihrer Mieten geltend machen. Auf der anderen Seite können Hausbesitzende die Mieten auch nicht erhöhen.

Der hypothekarische Referenzzinssatz verbleibt auf dem Stand von 1,25 Prozent, wie das Bundesamt fĂŒr Wohnungswesen (BWO) am Donnerstag mitteilte. Auf diesen rekordtiefen Wert war der Satz im MĂ€rz 2020 gefallen.

Bei der Ermittlung des Referenzzinssatzes stĂŒtzt sich das BWO auf den vierteljĂ€hrlich erhobenen Durchschnittszinssatz der inlĂ€ndischen Hypothekarforderungen von Schweizer Banken. Dieser Satz ist den Angaben zufolge per Ende Juni leicht auf 1,17 von 1,18 Prozent (per Ende MĂ€rz) gesunken.

Eine Änderung des momentan geltenden Zinssatzes ist laut BWO erst angezeigt, wenn der von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) berechnete Durchschnittszinssatz auf unter 1,13 Prozent sinkt oder auf ĂŒber 1,37 Prozent steigt.

Der Referenzzinssatz wurde im Herbst 2008 eingefĂŒhrt. Er ersetzte die damals in einzelnen Kantonen massgebenden ZinssĂ€tze fĂŒr variable Hypotheken. Der Referenzzinssatz ist eine der Richtgrössen fĂŒr die Höhe der Wohnungsmieten.

Seit seiner EinfĂŒhrung ist der Referenzzinssatz noch nie gestiegen. 2008 hatte er noch bei 3,5 Prozent gelegen, danach sank er schrittweise. Und seit er im MĂ€rz 2020 auf 1,25 Prozent gefallen ist, hat er sich nicht mehr verĂ€ndert.

Der hypothekarische Referenzzinssatz sowie der zugrundeliegende Durchschnittszinssatz werden vierteljÀhrlich durch das BWO bekanntgegeben. Der nÀchste Veröffentlichungstermin ist der 1. Dezember 2022.

(text:sda/bild:unsplash – symbolbild)