27 Dezember 2022

Rechtsextreme hinter Angriffen auf US-Kraftwerke bef├╝rchtet

Nach dem Angriff auf vier Kraftwerke im US-Bundesstaat Washington w├Ąchst die Bef├╝rchtung, dass es sich dabei um Anschl├Ąge rechtsextremer Gruppen gehandelt haben k├Ânnte. Rund 14’000 Menschen waren am Sonntag in der Hafenstadt Tacoma s├╝dlich von Seattle durch den Angriff ohne Strom geblieben. Den ├Âffentlichen Versorgungsbetrieben von Tacoma zufolge, die zwei der angegriffenen Anlagen betreiben, hatte die Bundespolizei das Unternehmen Anfang Dezember vor einer Gefahr f├╝r das Stromnetz gewarnt.

US-Regierungsvertreter hatten bereits in den vergangenen Monaten davor gewarnt, Neonazis k├Ânnten Kraftwerke ins Visier nehmen. Gewaltbereite Extremisten h├Ątten „seit sp├Ątestens 2020 glaubw├╝rdige, konkrete Pl├Ąne f├╝r Angriffe auf das Stromnetz erarbeitet“, berichteten mehrere US-Medien im Januar unter Berufung auf vertrauliche Informationen des Heimatschutzministeriums.

Nach den Angriffen in Tacoma erkl├Ąrte die ├Ârtliche Polizei indes, es sei unklar, ob es sich um einen koordinierten Angriff handelte oder nicht. Sie habe jedoch Kenntnisse von ├Ąhnlichen Ereignissen in Washington und anderen Bundesstaaten. Der Vorfall m├╝sse jedoch untersucht werden, es d├╝rften keine voreiligen Schl├╝sse gezogen werden.

Anfang Dezember waren im US-Bundesstaat North Carolina 45’000 Haushalte und Unternehmen ohne Strom, nachdem zwei Umspannwerke durch ein Gewehr besch├Ądigt worden waren. Im Februar hatten drei M├Ąnner mit Verbindungen in die Neonazi-Szene im Bundesstaat Ohio Pl├Ąne gestanden, mit Gewehren und Sprengstoff an verschiedenen Orten Kraftwerke zu besch├Ądigen.

Im vergangenen Jahr waren in North Carolina f├╝nf M├Ąnner beschuldigt worden, Anschl├Ąge auf Kraftwerke geplant zu haben. Sie sollen Neonazi-Gruppen angeh├Ârt haben.

(text:sda/bild:unsplash-symbolbild)