14 MĂ€rz 2024

Rechtes Thunerseeufer: Verkehrsmassnahmen werden definitiv umgesetzt

Die als Versuch eingefĂŒhrten Verkehrsmassnahmen am rechten Thunerseeufer verringern Staus und verbessern die Verkehrssituation. Deshalb sollen sie nun endgĂŒltig umgesetzt werden. Der Regierungsrat hat dafĂŒr einen Kredit von 1,85 Millionen Franken bewilligt.

Der Bypass Thun Nord und das Einbahnregime in der Thuner Innenstadt erfĂŒllen die angestrebten Verkehrsziele vollumfĂ€nglich. Das zeigte das mehrjĂ€hrige Monitoring. Allerdings fĂŒhrte das Einbahnregime und der gleichzeitig in Betrieb genommene, neue Anschlussknoten des Parkhauses Schlossberg ab Mitte Nachmittag jeweils zu grösseren Staus stadteinwĂ€rts zwischen Hilterfingen und Berntor.

Wegen der Staus verlangten eine breit unterstĂŒtzte Online-Petition und verschiedene vom Grossen Rat ĂŒberwiesene Vorstösse Massnahmen zur Verbesserung der Situation am rechten Thunerseeufer. Daraufhin startete der Oberingenieurkreis I des kantonalen Tiefbauamts zusammen mit der Stadt Thun einen Mediationsprozess mit Vertretern und Vertreterinnen von rund 40 Institutionen aus Politik, Wirtschaft, Bevölkerung sowie weiteren Gruppierungen und Vereinen. Im sogenannten Forumsprozess wurden das Verkehrsgeschehen analysiert, Verkehrsziele festgelegt und LösungsvorschlĂ€ge erarbeitet.

Im Herbst 2021 empfahlen die Delegierten des Forums, versuchsweise Sofortmassnahmen auf der Kantonsstrasse am rechten Thunersee einzufĂŒhren. Dazu gehörten der Einsatz von Verkehrsdiensten an den Kreiseln Schlossberg und Lauitor, Tempo 30 am stadtnahen rechten Seeufer und die Bevorzugung der stadteinwĂ€rts fahrenden Busse zwischen 15 und 18 Uhr. Obwohl die Sofortmassnahmen die angestrebte Wirkung nicht ganz erreichten, verbesserten sie die Situation deutlich, sowohl fĂŒr den motorisierten Individualverkehr als auch fĂŒr den öffentlichen Verkehr. Deshalb empfahlen die Delegierten im Juli 2022, die definitive Umsetzung der Sofortmassnahmen vorzubereiten.

Als erstes werden nun die vier virtuellen, ampelgesteuerten Fahrbahnhaltestellen fĂŒr die STI-Buslinien mit definitiven Lichtsignalanlagen ausgerĂŒstet. Zudem wird eine digitale Signalisation einer Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h in Richtung Thun zwischen EinmĂŒndung der Alten Thunstrasse – ca. 650 Meter vor der Chartreuse-Kreuzung in Hilterfingen – und dem Lauitor in Thun installiert. Beide Massnahmen werden ab Herbst 2024 umgesetzt. Die Anlagen sollen anschliessend tĂ€glich zwischen ca. 15 und 18 Uhr in Betrieb sein. Der Regierungsrat genehmigte fĂŒr diese beiden Massnahmen einen Kredit von 1,85 Millionen Franken.

Parallel dazu ist eine Lichtsignalanlage am Schlossbergkreisel vorgesehen, damit die Einfahrt vom Lauitor her flĂŒssiger erfolgen kann. Digitale Informationstafeln im Raum Unterseen-Interlaken sollen dazu beitragen, dass der Ausweichverkehr ans rechte Thunerseeufer vermindert wird. Weiterbearbeitet wird auch der Umbau des Lauitorkreisels in eine Kreuzung mit Lichtsignalanlage. Nur so kann seine LeistungsfĂ€higkeit erhöht werden. Diese drei Massnahmen sollen voraussichtlich ab 2025 umgesetzt werden.

WeiterfĂŒhrende Informationen: www.verkehrszukunft-thun.ch, Rubrik «Massnahmen rechtes Seeufer»

(text:pd/bild:pixabay)