4 Mai 2022

Real Madrid schafft das nÀchste Wunder und steht im Final

Real Madrid zieht auf verrĂŒckte Weise in den Champions-League-Final ein. Dank Toren in den Schlussminuten rettet es sich gegen Manchester City in die VerlĂ€ngerung. Dort löst Benzema das Finalticket.

Eine Woche nach dem 4:3 von Manchester City daheim folgte im Halbfinal-RĂŒckspiel ein noch verrĂŒckteres Szenario. Die EnglĂ€nder wurden auf dem scheinbar sicheren Weg Richtung zweiter Champions-League-Final in Folge noch gestoppt. In der VerlĂ€ngerung sorgte Benzema mit seinem 15. Tor im laufenden Wettbewerb fĂŒr das entscheidende 3:1 (95.). Es war Real Madrids dritter Treffer innerhalb von fĂŒnf Minuten.

Die ersten beiden Tore erzielte Real Madrid durch den jungen Brasilianer Rodrygo, als die Partie schon verloren schien. Denn mit der VerlÀngerung hatte im Santiago Bernabeu niemand mehr gerechnet. Doch der 1:0-Vorsprung von Manchester City, den Riyad Mahrez in der 73. Minute mit seinem Treffer ermöglicht hatte, hielt dem finalen Sturm der Madrider nicht stand. Wie aus dem Nichts holten die Spanier noch zu zwei SchlÀgen aus. Der Mitte der zweiten Halbzeit eingewechselte Rodrygo traf in der 90. Minute nach Pass von Benzema und zwei Minuten spÀter nach Flanke von Dani Carvajal.

Zum dritten Mal in den drei K.o.-Runden in diesem Jahr wendete Real Madrid damit das Out in der Schlussviertelstunde ab. Im Achtelfinal hatte es Paris Saint-Germain, im Viertelfinal Chelsea erwischt. Das Santiago Bernabeu ist in diesem Jahr der Ort der magischen Europacup-NĂ€chte.

Auf eine solche hatte lange Zeit nichts hingedeutet. Acht Tage nach dem spektakulÀren 4:3 in Manchester, prÀgte in Madrid die Taktik das Spiel, vor allem weil Manchester City den Fokus etwas mehr als sonst auf die Defensive richtete. Trotzdem waren es die EnglÀnder, die sich die besseren Torchancen erspielten. Reals Goalie Thibaut Courtois parierte gegen Bernardo Silva und Phil Foden stark, noch bevor die Spanier zu ihrer ersten gefÀhrlichen Torchance kamen. In der VerlÀngerung war der Belgier ein weiteres Mal entscheidend.

Erst nach der Pause intensivierten die Madrider ihre BemĂŒhungen im Abschluss. Wenige Sekunden nach Wiederanpfiff hatte Vinicius die fĂŒr lange Zeit beste Chance der Gastgeber. Denn der Steigerungslauf der Gastgeber blieb aus, und Manchester City kontrollierte ziemlich problemlos das Geschehen. Jack Grealish kam dem 2:0 sehr nahe, wĂ€hrend Real mit dem lange Zeit wirkungslosen Benzema nichts Nennenswertes gelang – bis zur grossen, nicht mehr erwarteten Wende. Danach war Real Madrid wie verwandelt und holte sich das Finalticket in der VerlĂ€ngerung fast ungefĂ€hrdet.

Manchester City wird auf den lang ersehnten Gewinn der Champions League mindestens ein weiteres Jahr warten mĂŒssen. Real Madrid strebt am 28. Mai im Stade de France derweil seinen bereits 14. Titel an. Zum dritten Mal trifft der Rekordsieger dabei im Final auf den FC Liverpool. Die Bilanz ist ausgeglichen: 1981 siegen die Liverpooler im Pariser Parc des Princes; 2018 gewannen die Madrider in Kiew.

(text:sda/bild:unsplash)