Raumplanung im Kanton Bern: Verdichtung klappt, Bauen dauert
Der Kanton Bern zieht eine positive Bilanz bei der Siedlungsentwicklung nach innen: Verdichtetes Bauen in Städten und ländlichen Zentren zeige Wirkung, wie der Regierungsrat im aktuellen Raumplanungsbericht 2026 festhält. Als wesentlicher Motor erweisen sich die wirtschaftlichen Entwicklungsschwerpunkte (ESP), wo sich vermehrt Unternehmen und Arbeitssuchende ansiedeln.
Die Praxis bringt jedoch Hürden mit sich. Bauprojekte verzögern sich zunehmend durch Einsprachen von Anwohnern oder Gemeinden. Baudirektorin Evi Allemann betont, dass man diesen Verzögerungen mit verstärktem Austausch begegnen müsse: «Ich bin überzeugt, dass man den Dialog forcieren muss – etwa mit Erstgesprächen, an denen alle zusammenkommen und schauen, wie man am besten vorwärtskommt.»
Neben den Bewilligungsverfahren fordert auch die Bürokratie Anpassungen. Um wertvolles Kulturland zu schonen und den Verlust von Fruchtfolgeflächen zu stoppen, plant der Kanton bernweit eine Gesamtrevision des Richtplans. «Wir müssen verhindern, dass wir noch mehr wertvolles Landwirtschaftsland verlieren», unterstreicht Allemann die Dringlichkeit der Schutzmassnahmen. Der Bericht wird voraussichtlich in der Wintersession 2026 im Grossen Rat behandelt.
(text:pd,tki/bild:beo)