21 Februar 2022

Rahmen nicht mehr FCB-Trainer – Abascal ├╝bernimmt

Der FC Basel trennt sich zwei Tage nach dem 3:0-Heimsieg gegen Lausanne von Cheftrainer Patrick Rahmen. Die interimistische Nachfolge bis Ende Saison ├╝bernimmt beim Tabellendritten Guillermo Abascal. Assistiert wird der 32-j├Ąhrige Spanier von Marco Walker.

Dass Patrick Rahmen bei der FCB-F├╝hrung und dort vor allem bei Klub-Mitbesitzer David Degen nicht das allerh├Âchste Ansehen geniesst, war bereits seit l├Ąngerem klar. Im Dezember wurde w├Ąhrend Wochen ├╝ber die Entlassung des 52-J├Ąhrigen spekuliert.

Auch beim 2:2 gegen GC zum Abschluss der Hinrunde sammelten die Spieler nicht wirklich viele Argumente zugunsten ihres Trainers, der am 6. April 2021 zun├Ąchst als Assistent ad interim f├╝r den entlassenen Ciriaco Sforza ├╝bernommen und dann sechs Wochen sp├Ąter einen bis Ende Saison 2021/22 g├╝ltigen Vertrag als Cheftrainer erhalten hatte.

Eher ├╝berraschend kam deshalb zum Jahresausklang das FCB-Communiqu├ę, dass der 20-fache Schweizer Meister trotz der zuvor unter Beweis gestellten Zweifeln mit seinem Trainer bis Sommer 2023 verl├Ąngert habe. Um dennoch die f├╝r n├Âtig befundenen neuen Impulse zu erhalten, wurde gleichzeitig die Verpflichtung von Boris Smiljanic als Assistenz- und von Guillermo Abascal als Spezialtrainer kommuniziert.

Ebenfalls eher ├╝berraschend ist nun der Zeitpunkt, zu welchem sich der FCB von Rahmen trennt. Das 3:0 gegen das Schlusslicht Lausanne-Sport war nach den vielen entt├Ąuschenden Resultaten der Wochen zuvor zumindest f├╝r die Klubf├╝hrung kein Wendepunkt. Sie begr├╝ndete die Entlassung mit der unbefriedigenden sportlichen Gesamtentwicklung der ersten Mannschaft und mit den mangelnden Perspektiven. Seit der Vertragsverl├Ąngerung w├Ąhrend der Winterpause h├Ątte Rahmen – mit dem in den kommenden Monaten eine weitere Zusammenarbeit innerhalb des Klubs gepr├╝ft werden soll -, die Vorgaben des Verwaltungsrats und der Klubf├╝hrung zu wenig deutlich umgesetzt, hiess es im Communiqu├ę.

An Abascal ist es nun also, beim FC Basel die geforderte positive Entwicklung herbeizuf├╝hren. Der 32-j├Ąhrige Spanier ├╝bernimmt bis im Sommer die erste Mannschaft des FCB interimistisch und wird diese am kommenden Sonntag im Spitzenkampf ausw├Ąrts gegen den souver├Ąnen Leader Z├╝rich erstmals in einem Pflichtspiel betreuen. Hingegen Smiljanic hat aus pers├Ânlichen Gr├╝nden um die Aufl├Âsung seines Vertrags gebeten und verl├Ąsst die Basler bereits wieder.

Abascal war Mitte Juni 2017 als Trainer zum Challenge-League-Verein Chiasso gestossen, nachdem er zuvor im Nachwuchsbereich des FC Sevilla t├Ątig gewesen war. Der in Sevilla geborene S├╝dl├Ąnder hielt sich bei Chiasso nur zehn Monate. Nach einer Serie von nur einem Sieg in elf Partien wurde er im April 2018 nach einem 1:6 zuhause gegen Vaduz entlassen.

Nur um eine Woche sp├Ąter beim damaligen Super-League-Vorletzten FC Lugano auf den nach einer Niederlagenserie seinerseits entlassenen Pierluigi Tami als Cheftrainer zu folgen. Mit den Tessinern schaffte Abascal den Ligaerhalt. Saison├╝bergreifend kam der junge Spanier in 17 Super-League-Spielen auf f├╝nf Siege und je sechs Niederlagen und Unentschieden. Nach einem solchen – dem achtbaren 2:2-Heimremis gegen Basel – sah sich Abascal jedoch Anfang Oktober 2018 entlassen.

Als neuer Assistent kehrt Marco Walker zum FCB zur├╝ck. Der 51-j├Ąhrige Solothurner war zuletzt vom M├Ąrz bis zur Entlassung im Oktober 2021 als Cheftrainer beim FC Sion t├Ątig gewesen. In Basel hatte Walker zuvor ab 2009 neun Jahre lang als Assistent mehrerer Cheftrainer gearbeitet.

(text&bild:sda)