4 August 2026

Rätsel um kranke Kühe gelöst

(03:19)

Das Rätsel rund um die erkrankten Kühe in der Schweiz scheint gelöst: Laut dem Institut für Virologie und Immunologie (IVI) haben die betroffenen Tiere ein neues Virus, nämlich das Orthobunyavirus aus der Simbu-Serogruppe. Dies wurde gestern bekannt gegeben. Bei diesem Virus handelt es sich laut dem IVI nicht um eine Krankheit, die über die Tierseuchenverordnung geregelt ist. Für die Landwirte ändert sich momentan zwar nicht viel, aber es herrsche zumindest Gewissheit, erklärte Jürg Iseli, Präsident vom Berner Bauernverband, gegenüber Radio BeO. Das Institut prüft derzeit, ob der Erreger als Seuche eingestuft wird oder eine andere Einstufung erhält, was Konsequenzen für die finanziellen Mittel hätte, so Iseli. Dazu werde nun auch geprüft, ob es eine Impfung geben könnte.

Übertragen wird das Virus laut dem entsprechenden Institut durch Mücken, zudem gehört es nicht zu den hochansteckenden Krankheiten. Eine Möglichkeit, die Übertragung zu bekämpfen, besteht nach Jürg Iseli in Mitteln, die man über den Rücken der Tiere leeren kann und die dabei helfen, dass die Mücken weniger stechen. Zusätzlich sollte versucht werden, die Brutstätten der Mücken zu eliminieren. D Die Behandlung werde vorläufig so weitergeführt wie bisher: Tiere mit Fieber benötigten Antibiotika, während Leistungseinbussen hingenommen werden mussten. Allen anderen Tieren muss Unterstützung geboten werden, damit sie genug trinken und fressen.

Zu den Symptomen einer Erkrankung zählen neben möglichem Fieber und dem Rückgang der Milchproduktion auch Fressverlust und Durchfall.

Nach aktuellem Kenntnisstand gibt es laut dem Institut für Virologie und Immunologie bei dieser Virengruppe kein relevantes Infektionsrisiko für Menschen.

(text:chl&sda/bild:unsplash)