5 August 2022

Putin und Erdogan wollen Wirtschaftsbeziehungen ausbauen

Der russische Pr├Ąsident Wladimir Putin und sein t├╝rkischer Amtskollege Recep Tayyip Erdogan haben sich bei ihrem Treffen auf den Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen ihrer beiden L├Ąnder geeinigt. Bei dem Treffen am Freitag in der s├╝drussischen Touristenmetropole Sotschi seien “sehr wichtige Entscheidungen” im Bereich von Handel und Wirtschaft getroffen worden, sagte Russlands Vize-Regierungschef Alexander Nowak der Agentur Tass zufolge. So sollen etwa f├╝r russische und t├╝rkische Unternehmen die Bedingungen f├╝r eine Zusammenarbeit erleichtert werden.

Auch das t├╝rkische Atomkraftwerk Akkuyu, das von einem russischen Staatsunternehmen gebaut wird, sei bei dem rund vierst├╝ndigen Treffen zur Sprache gekommen, sagte Nowak. Dar├╝ber hinaus h├Ątten sich beide Seiten darauf geeinigt, dass die T├╝rkei f├╝r russisches Gas k├╝nftig in Rubel zahlen werde.

Putin und Erdogan bekr├Ąftigten dar├╝ber hinaus ihre Bereitschaft zur Umsetzung eines k├╝rzlich geschlossenen Abkommens zum Export von ukrainischem Getreide. Es sei die Notwendigkeit betont worden, “die vollst├Ąndige Umsetzung des Paketabkommens sicherzustellen”, zitierten russische Agenturen aus einer gemeinsamen Erkl├Ąrung der beiden Staatschefs. Vor zwei Wochen hatten sich Moskau und Kiew unter anderem unter t├╝rkischer Vermittlung auf ein Abkommen zur Freigabe von Getreide-Exporten geeinigt, die wegen Russlands Angriffskrieg monatelang in der Ukraine blockiert waren.

Russland hat allerdings stets betont, es erwarte im Gegenzug eine R├╝cknahme westlicher Sanktionen, die seine eigenen Getreide-, Lebensmittel- und D├╝ngerexporte indirekt betreffen. Das ist gemeint, wenn Moskau auf den so genannten Paket-Charakter des Abkommens pocht.

Mit Spannung erwartet worden war vor allem, ob Putin und Erdogan ├╝ber einen m├Âglichen Erwerb von t├╝rkischen Kampfdrohnen durch Russland sprechen w├╝rden. Im Zuge seines Kriegs gegen die Ukraine hatte Moskau zuletzt Interesse an den Waffen vom Typ Bayraktar TB2 ge├Ąussert. Am Abend hiess es jedoch von Journalisten der staatlichen Nachrichtenagentur Ria Nowosti, die beiden Pr├Ąsidenten h├Ątten das Thema nicht angesprochen.

(text:sda/bild:pixabay-symbolbild)