27 Juni 2023

Putin lobt Sicherheitsorgane nach Revolte

Kremlchef Wladimir Putin hat den russischen Sicherheitskr├Ąften und der Bev├Âlkerung nach der rasch beendeten Revolte der Privatarmee Wagner f├╝r ihren R├╝ckhalt gedankt. „Ich danke allen Soldaten, Mitarbeitern der Geheimdienste, die sich den Aufst├Ąndischen in den Weg gestellt haben“, sagte Putin am Montag in einer im Staatsfernsehen ├╝bertragenen Rede. Auf seinen Befehl hin sei alles getan worden, um ein Blutvergiessen zu verhindern. „Das hat Zeit gebraucht“, sagte Putin. „Der bewaffnete Aufstand w├Ąre auch so zerschlagen worden.“

Wenn sich S├Âldner und regul├Ąre Truppen beschossen h├Ątten, w├Ąre dies vor allem Kiew und seinen westlichen Verb├╝ndeten zugutegekommen, erkl├Ąrte Putin. Deren Hoffnung, dass sich Russland selbst zerfleischen werde, habe sich aber nicht erf├╝llt. Die russische Gesellschaft habe sich als geschlossen erwiesen in ihrer Ablehnung des Aufstands. Dies h├Ątten am Ende auch die Umst├╝rzler erkannt und aufgegeben.

In der Nacht zum Samstag hatte S├Âldnerchef Jewgeni Prigoschin nach schweren Vorw├╝rfen gegen das russische Verteidigungsministerium die s├╝drussische Millionenstadt Rostow am Don besetzt und einige Einheiten seiner Truppe Richtung Moskau geschickt. Ihr praktisch ungehinderter Vormarsch auf die Hauptstadt Russlands, der erst gut 200 Kilometer vor Moskau wegen der Aufgabe Prigoschins stoppte, schickte Schockwellen durchs Land.

Putin versuchte nun in seiner Rede, den Eindruck zu bewahren, dass die Macht- und Sicherheitsorgane handlungsf├Ąhig seien. So lobte er den Mut und die Selbstaufopferung russischer Piloten, die get├Âtet worden seien, als sie sich den Umst├╝rzlern entgegenstellten. Es war das erste Mal, dass die russische F├╝hrung Opfer w├Ąhrend des Aufstands eingestand.

(text:sda/bild:sda)