11 April 2024

Putin kritisiert geplante Friedenskonferenz in der Schweiz

Russlands Pr├Ąsident Wladimir Putin hat die geplante Friedenskonferenz in der Schweiz kritisiert. Russland werde dorthin nicht eingeladen, gleichzeitig werde zugegeben, dass sich ohne Moskau nichts entscheiden lasse, sagte Putin der Nachrichtenagentur Interfax zufolge bei einem Treffen mit Belarus‘ Machthaber Alexander Lukaschenko am Donnerstag. „Und weil wir dort nicht hinfahren, wird nun gesagt, dass wir Verhandlungen ablehnen. Das ist ein echtes Panoptikum“, sagte der Kremlchef. Am Mittwoch hatte allerdings die russische Botschaft in Bern mitgeteilt, dass Russland selbst bei einer Einladung nicht an dem Treffen teilnehmen w├╝rde.

Nach Darstellung Putins hat sich die Ukraine mit dem Abbruch der Verhandlungen vor zwei Jahren – kurz nach Beginn des russischen Angriffskriegs – in die Ecke man├Âvriert. Die Gegenseite habe gedacht, Russland k├Ânne auf dem Schlachtfeld besiegt werden. Dies habe sich aber als unm├Âglich herausgestellt. Russland sei zu Verhandlungen bereit, allerdings nicht ├╝ber Schemen, „die nichts mit der Realit├Ąt zu tun haben“, sagte Putin.

In der Schweiz soll unter anderem auch ├╝ber die sogenannte Friedensformel des ukrainischen Pr├Ąsidenten Wolodymyr Selenskyj verhandelt werden. Der hatte einen R├╝ckzug der russischen Truppen aus allen besetzten Gebieten der Ukraine gefordert. Moskau hingegen beharrt auf einem Frieden zu seinen Bedingungen. Das schliesst den Einbehalt der bisherigen Eroberungen, den Verzicht der Ukraine auf einen Nato-Beitritt und eine schlagkr├Ąftige Armee ein. Hinzu kommen m├Âglicherweise weitere Forderungen nach Gebietsabtretungen an Russland.

(text:sda/bild:pexels)