21 Dezember 2021

Psychiatriezentrum MĂŒnsingen reicht Baugesuch ein

In einer ersten Etappe werden die beinahe identischen GebĂ€ude Nummer 25 (ab 2024) und GebĂ€ude Nummer 45 (voraussichtlich ab 2026) umgebaut und erweitert. Auf drei Stockwerken werden in diesen HĂ€usern je eine Station mit modernen Patient:innenzimmern, Therapie-, Wohn- und Aufenthaltsbereichen sowie Raum fĂŒr interdisziplinĂ€re Teams wieder einziehen. Ein rollstuhlgerechter Zugang wird die Stationen mit dem parkĂ€hnlich gestalteten Innenhof verbinden. Die kĂŒnftige Gartengestaltung nimmt sorgfĂ€ltig RĂŒcksicht auf den alten Baumbestand und die vielfĂ€ltigen Anforderungen der Patient:innen.
Die Um- und Erweiterungsbauten orientieren sich an den bestehenden historischen GebĂ€uden und werden mit angemessenen und zeitgemĂ€ssen Neuinterpretationen umgesetzt. Die Umbauten sind die ersten Meilensteine der lĂ€ngerfristigen Gesamtentwicklung der ĂŒber 125-jĂ€hrigen Anlage.

Im ersten Schritt wird derzeit ein Holzmodulbau, das sogenannte «Palais», erstellt. Es dient als Zwischennutzungsbau und wird fĂŒr zwölf Jahre zur VerfĂŒgung stehen. In Betrieb genommen werden soll das Palais im Sommer 2022. Das PZM gewĂ€hrleistet mit dem Palais wĂ€hrend der gesamten Bauarbeiten eine der Gesundheit der Patient:innen zutrĂ€glichen Umgebung sowie eine professionelle rĂ€umliche Ausstattung fĂŒr Mitarbeitende gleichermassen. Die Arbeiten fĂŒr den Tiefbau und die Erschliessungsarbeiten fĂŒr das Palais sind im Gange. Nach zwölf Jahren wird es zurĂŒckgebaut, verkauft und kann andernorts wiederverwendet werden. Damit kommt das PZM auch seinem Anspruch an Nachhaltigkeit nach.

Das Bauvorhaben des PZM wurde im Rahmen einer umfassenden qualitĂ€tssichernden Planung entwickelt, in welche die Denkmalpflege von Beginn an eingebunden war. «Das PZM setzt sich vorbildlich fĂŒr die denkmalvertrĂ€gliche Weiterentwicklung des historisch enorm wertvollen Areals ein», so Daniel Gygax, Bauberater im Amt fĂŒr Kultur und Denkmalpflege des Kantons Bern.

Auch der reichen Tierwelt am PZM wurde im Planungsprozess Rechnung getragen: verschiedene Expert:innen und Organisationen (InfoNatura, Treffpunkt Natur, Natur- und Vogelschutzverein MĂŒnsingen) wurden zu Rate gezogen. Dadurch wird sichergestellt, dass Störche, Turmfalken, FledermĂ€use und andere ansĂ€ssigen Tierarten durch die Bauvorhaben nicht vertrieben werden und auch zukĂŒnftig ihr Zuhause im PZM finden.

Bild: zvg.PZM MĂŒnsingen: Zwischennutzung Palais

Bild: zvg.PZM MĂŒnsingen: Visualisierung GebĂ€ude 25 nach RĂŒckbau-, Sanierungs- und Anbauarbeiten

(text:pd/bild:beo)