25 Juni 2026

Post schliesst Plattform für E-Patientendossier per Ende Jahr

Die Post schliesst ihre Plattform für das elektronische Patientendossier. Die aktuelle Plattform können die Kundinnen und Kunden noch bis Ende 2026 nutzen. 70’000 private Nutzer sind betroffen. 37 Stellen werden abgebaut.

Das teilte die Post am Donnerstag mit. Das Westschweizer Newsportal letemps.ch hatte zuerst darüber berichtet.

Zur Begründung des Entscheids schrieb das Unternehmen, dass seit der angekündigten Neuausrichtung der digitalen Gesundheitsakte die Nachfrage nach dem heutigen elektronischen Patientendossier (EPD) gesunken sei. Künftig soll es ein elektronisches Gesundheitsdossier (E-GD) geben.

Als „führende Anbieterin des EPD“ stelle die Post fest, dass viele potenzielle Kunden wie Spitäler oder Arztpraxen bei der Einführung oder Weiterführung der aktuellen Lösung zurückhaltend seien. Darum lege die Post den Fokus auf das künftige E-GD.

Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) nimmt diesen „unternehmerischen Entscheid“ zur Kenntnis und bedauert, dass sich „eine engagierte Partnerin mit bewährtem Know-how“ aus der elektronischen Patientenakte zurückzieht, wie es auf Anfrage von Keystone-SDA hiess.

Das EDI betonte jedoch, dass die Vereinfachung des Systems bereits im Gange ist. Nach Angaben des EDI können Inhaber eines EPD ihre Daten behalten und in eine anderes Dossier übertragen. Es erwartet von der Post und dessen EPD- Anbieterin Sanela, dass sie die Betroffenen über die zu unternehmenden Schritte informieren und die mit dieser Übertragung verbundenen Kosten übernimmt.

(text:pd/bild:unsplash)