13 Februar 2021

Post-Konzerchef Roberto Cirillo will an t├Ąglicher Post-Zustellung festhalten

Die t├Ągliche Zustellung der Post ist laut Konzernchef Roberto Cirillo unver├Ąndert ein grosses Bed├╝rfnis der Schweizer Bev├Âlkerung. ├ťberlegungen, die Post nur noch jeden zweiten Tag zuzustellen und die Briefpost zu verteuern, erteilt Roberto Cirillo eine Absage.

Die Qualit├Ąt der Zustellung sei einer der Gr├╝nde, weshalb sich die Post im Vergleich mit vielen anderen Postgesellschaften so positiv entwickelt habe, sagte Roberto Cirillo in einem Interview mit den Zeitungen der CH-Media-Gruppe. Die hohe Qualit├Ąt m├╝sse erhalten bleiben.

„Wir wollen uns nicht in ein Museum verwandeln“, sagte Roberto Cirillo, der seit zwei Jahren an der Post-Spitze steht. Das gehe nicht ├╝ber einen Abbau, sondern ├╝ber die Transformation. Mit ihrer neuen Strategie wolle die Post den Schwerpunkt in Richtung Logistik verschieben. Brief- und Postlogistik sind seit 1. Januar 2020 vereint.

Heute w├╝rden 95 Prozent der Briefsendungen und 93 Prozent der Pakete von Gesch├Ąftskunden, also Unternehmen, aufgegeben. Die Post sei ein Kanal zwischen Gesch├Ąften und Endkunden. Die Hauptrolle der Grundversorgung der Post sei es, logistische L├Âsungen f├╝r kleine und mittlere Unternehmen zu bieten.

In welche Richtung sich k├╝nftig die Postfinance entwickeln werde, sei noch nicht klar. F├╝r die Post seien zwei Elemente wichtig: Der Postfinance m├╝sse es erlaubt werden, Hypotheken und Kredite zu vergeben. Und die Frage der Eigent├╝merschaft d├╝rfe nicht vom Auftrag der Grundversorgung, den die Postfinance habe, entkoppelt werden.

Wenn die Postfinance ein neues Gesch├Ąftsmodell erhalte oder neue Eigent├╝mer, dann m├╝sse zwingend geregelt sein, wie der Grundversorgungsauftrag im Zahlungsbereich ausgestaltet sei. Heute werde dies durch die Einnahmen von Postfinance finanziert.

 

(Text: sda/Foto: unsplash)

 

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