19 Januar 2024

Post darf Quickmail-Gruppe nicht ├╝bernehmen

Die Post darf die Quickmail-Gruppe nicht ├╝bernehmen. Die Wettbewerbskommission (Weko) hat die Akquisition verboten. Sie begr├╝ndet den Schritt mit drohenden Einschr├Ąnkungen des Wettbewerbs. Die Quickmail-Gruppe kritisiert den Entschied als verantwortungslos. Er gef├Ąhrde mehr als 3000 Arbeitspl├Ątze.

Eine vertiefte Pr├╝fung habe ergeben, dass die ├ťbernahme den Wettbewerb im Markt f├╝r adressierte Massenbriefsendungen ├╝ber 50 Gramm f├╝r Gesch├Ąftskunden beseitigen w├╝rde, teilte die Weko am Freitag mit. Zudem entst├╝nde auch in anderen Bereichen eine Marktbeherrschende Stellung der Post, beispielsweise bei der Zustellung von Zeitungen und Zeitschriften.

Die Quickmail-Gruppe hatte argumentiert, es sei wegen roter Zahlen wirtschaftlich nicht mehr m├Âglich, den Betrieb eigenst├Ąndig weiterzuf├╝hren. Dies bestritt die Weko in ihrem Entscheid nicht. Eine Sanierungs├╝bernahme h├Ątte man aber nur zulassen k├Ânnen, wenn ohnehin mit einem Verschwinden von Quickmail vom Markt zu rechnen gewesen w├Ąre – und einem Wechsel der Kunden zur Post, hiess es in der Mitteilung. Dies sei nicht der Fall, da sich auch ein anderes Unternehmen f├╝r Quickmail interessiere.

Die Quickmail-Gruppe mit ihren beiden Tochterunternehmen Quickmail und Quickpac stellt schweizweit Briefe, unadressierte Sendungen wie Werbeflyer, Zeitungen und Zeitschriften sowie Pakete zu. Um welches Unternehmen es sich bei der alternativen Kaufinteressentin handelt, ging aus dem Communiqu├ę der Weko nicht hervor. Die Weko schrieb lediglich, die Kaufinteressentin verf├╝ge ├╝ber langj├Ąhrige Erfahrung im Bereich der Postdienstleistungen.

(text:sda/bild:unsplash)