Positives Fazit zum ersten Eidgenössischen Jugendjodelfest in Grindelwald
Drei Tage lang gehörte Grindelwald der jungen Schweizer Volkskultur: Kinder und Jugendliche aus allen Landesteilen machten das Dorf zur Bühne für Jodelgesang, Alphorn- und Büchelklänge sowie Fahnenschwingen.
Die jungen Aktiven zeigten ihr Können vor Publikum und erhielten individuelle Rückmeldungen für ihren weiteren Weg. Für viele war das Fest eine wichtige Vorstufe zu einem Eidgenössischen Jodlerfest. «Unser Brauchtum ist nicht altmodisch – es hat Zukunft, weil die Jugend es mit Herzblut weiterträgt», sagt OK-Präsidentin Heidi Schlunegger.
Nach dem Unterhaltungsabend am Freitag wurde das Dorf am Samstag zur Festbühne. Vorträge, Workshops, Kinderbars und die Festmeile brachten langjährige Freunde der Volkskultur mit internationalen Gästen zusammen, die das Schweizer Brauchtum erstmals hautnah erlebten – bei strahlendem Sonnenschein und vor der eindrucksvollen Kulisse der Eigernordwand.
Das friedliche Miteinander war geprägt von Jodelstimmen, Alphornklängen und geschwungenen Fahnen und zeigte, wie Brauchtum über Generationen weitergegeben wird. «Wenn Grossvater, Vater und Sohn gemeinsam am Fest dabei sind, dann lebt unsere Tradition – genau das macht dieses Fest so besonders», bringt es Heidi Schlunegger auf den Punkt.
Nach Festansprache und Jodelchilbi am Samstag fand das Wochenende am Sonntag mit Brunch und Radio-BeO-Stubete seinen stimmungsvollen Abschluss.
Ein besonderer Dank gilt den Jodlerklubs sowie den Fahnenschwinger- und Alphornvereinigungen für ihre grosszügige Unterstützung sowie allen Helfenden, Partnern und Beteiligten, die zum Gelingen des Festes beitrugen.
Schlunegger blickt bewegt zurück: «Ich bin einfach überwältigt. Diese Kinderaugen, diese Freude, die Klänge und all die kleinen Momente – man spürt eine unglaubliche Gemeinschaft und Lebensfreude. Wenn man weiss, wie viel Zeit und Engagement hinter der langen Vorbereitung steckt, ist dieser Moment umso schöner.»
Die Premiere schlug ein neues Kapitel der Nachwuchsförderung auf. Es zeige, dass Schweizer Traditionen in der Jugend fest verankert seien und sich zugleich weiterentwickelten, heisst es in einer Mitteilung.
(text:pd/bild:zvg)