Polizei und Armee trainieren gemeinsam für den Ernstfall
Mitte September 2026 führen Polizei und Armee im Kanton Bern die gemeinsame Verbundsübung „FIDES“ (lateinisch für Vertrauen) durch. Sie dient dazu, die Zusammenarbeit der Sicherheitskräfte zu stärken und die Unterstützung der zivilen Behörden in ausserordentlichen Lagen und in Krisen zu trainieren.
Im Zentrum der Übung steht das aktuelle Szenario mit einer länger andauernden Terrorbedrohung oder Kriegsgefahr. In einer solchen Lage können Polizeikräfte stark beansprucht werden. Die Armee unterstützt deshalb die zivilen Behörden, indem sie zum Beispiel den Schutz wichtiger Infrastrukturen übernimmt. Geplant ist, dass Einheiten der Territorialdivision 1 unter anderem den Schutz von Anlagen der Energieversorgung oder der Telekommunikation vorbereiten und praktisch umsetzen. Auch der Schutz sensibler Transporte ist Bestandteil der Übung. Es soll zu einem Einsatz von Drohnen und Drohnenabwehr kommen.
Es handelt sich um die zweite Durchführung dieser Art: Eine erste Übung fand im August 2022 statt. Die diesjährige Übung baut auf den Erkenntnissen aus «FIDES 22» sowie aus der Sicherheitsverbundsübung 2019 auf. Das konkrete Übungsszenario wird in den kommenden Wochen durch die Sicherheitsdirektion des Kantons Bern, die Kantonspolizei Bern und die Schweizer Armee gemeinsam erarbeitet. Aktuell sind Übungsmodule in den Gemeinden im Raum Bern sowie im Berner Oberland vorgesehen. Die betroffenen Gemeinden werden kontaktiert. Über die genauen Örtlichkeiten und mögliche Auswirkungen für die Bevölkerung wird vor der Übung informiert.
(text:pd/bild:unsplash)