7 November 2026

Sechs Tote nach Schüssen in Krakau

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Ein Schütze hat im Zentrum von Krakau (Krakow) in Polen sechs Menschen getötet und mindestens 16 weitere Personen verletzt. Er soll aus einem Auto heraus geschossen haben. Am Nachmittag gab der Chef der Woiwodschaft Kleinpolen, Krzysztof Kleczar, das sechste Todesopfer bekannt, wie die Agentur PAP berichtete. Im Sender Polsat News fügte Kleczar hinzu, dass sich zwölf der Verletzten in einem kritischen oder lebensgefährlichen Zustand befänden.

Bei den Toten handelte es sich nach Polizeiangaben um vier Frauen und zwei Männer. Unter den Verletzten sind zwei Polizisten. Der mutmassliche Täter sei von der Polizei angeschossen und überwältigt worden, hiess es.

Der Festgenommene soll nach ersten Erkenntnissen „sehr radikale Ansichten“ vertreten haben. Das sagte der polnische Innenminister Marcin Kierwinski auf einer Pressekonferenz am Abend. Es gebe Anzeichen dafür, dass der 25-Jährige von rechtsextremistischen Ideologien fasziniert gewesen sei, auch wenn dies noch näher überprüft werden müsse. Laut Polizei handelt es sich um einen polnischen Staatsbürger, der aus der Woiwodschaft Heiligkreuz im Südosten des Landes stammt.

Kierwinski sagte, unter den Verletzten seien fünf Ausländer. Von den beiden verletzten polnischen Polizisten sei einer in einem sehr kritischen Zustand. Der Beamte weise drei Schusswunden auf. „Wir beten für diesen tapferen Polizisten, für diesen Helden, dass er überleben möge“, fügte der Innenminister hinzu. Auch der Täter befinde sich in einem lebensgefährlichen Zustand und werde in einem Krakauer Krankenhaus behandelt. Er werde zum zweiten Mal operiert.

Die Ermittler gehen von einem Einzeltäter aus. Man dementiere Berichte über eine Fahndung nach einem möglichen zweiten Täter, schrieb die Polizei der bei X. Der einzige bekannte Täter sei festgenommen und in den Händen der Polizei. Zu den Hintergründen gab es zunächst keine gesicherten Erkenntnisse.

„Der Täter wurde verletzt und festgenommen“, schrieb Justizminister Waldemar Zurek bereits am Nachmittag auf X. Staatsanwaltschaft und Polizei seien vor Ort, um Spuren zu sichern und die Umstände des Angriffs zu klären. „Der Staat handelt“, betonte er. Er appellierte an die Öffentlichkeit, Ruhe zu bewahren. Man werde für eine strenge Bestrafung sorgen.

Die Schüsse auf dem Grossen Ring, dem Hauptplatz der Hauptstadt der Woiwodschaft Kleinpolen, seien aus einem fahrenden Auto abgegeben worden, berichtete der Sender Polsat News unter Berufung auf die Einsatzkräfte.

Nach Polizeiangaben verwendete der mutmassliche Täter eine halbautomatisches Langwaffe ähnlich einem Sturmgewehr vom amerikanischen Typ AR-15. Die Agentur PAP berichtete anhand von Fotos, dass die Waffe mit einer optischen Visierung zur präziseren Schussabgabe ausgestattet gewesen sei. Der Täter habe zudem eine Pistole bei sich geführt. Viele weitere Waffen und Munition aus seinem Auto seien sichergestellt worden, sagte eine Polizeisprecherin.

(text:sda/bild:unsplash)