29 M├Ąrz 2022

Polizei geht bei Drama in Montreux von kollektiver Selbstt├Âtung aus

Nach dem Drama von Montreux mit vier Toten gehen die Ermittler und die Staatsanwaltschaft von einem kollektiven Suizid aus. Es habe keinerlei Vorzeichen f├╝r eine solche Tat gegeben.

Das teilte die Kantonspolizei Waadt nach f├╝nft├Ągigen Ermittlungen am Dienstag mit. Diese h├Ątten gezeigt, dass die Familie seit Beginn der Pandemie sehr an Verschw├Ârungstheorien und Survival-Thesen interessiert gewesen sei.

Sie habe einen beeindruckenden Vorrat an Lebensmitteln aller Art angelegt, der sehr gut organisiert gewesen sei. Laut Polizeiangaben nahm der Vorrat mehrere R├Ąume der Wohnung ein und sollte es der Familie erm├Âglichen, eine grosse Krise zu bew├Ąltigen.

Die f├╝nf Mitglieder einer franz├Âsischen Familie hatten sich am vergangenen Donnerstag in Montreux aus dem siebten Stock einer Wohnung in die Tiefe gest├╝rzt. Dabei kamen der 40-j├Ąhrige Vater, die 41-j├Ąhrige Mutter, deren Zwillingsschwester und die achtj├Ąhrige Tochter des Ehepaars kamen ums Leben. Der 15-j├Ąhrige Sohn ├╝berlebte. Er befindet sich im Koma und konnte deshalb noch nicht befragt werden. Sein Zustand ist laut Polizeiangaben stabil. Das Eingreifen einer Drittperson schliesst die Polizei aus. Die f├╝nf Personen st├╝rzten kurz vor 07.00 Uhr innerhalb von f├╝nf Minuten nacheinander aus einer H├Âhe von ├╝ber 20 Metern in die Tiefe.

(text:sda/bild:unsplash)