22 Januar 2024

Pistenchef von Adelboden definitiv freigesprochen

Der Pistenchef der Bergbahnen von Adelboden BE ist endg├╝ltig vom Vorwurf der fahrl├Ąssigen T├Âtung freigesprochen. Das Bundesgericht hat die Beschwerde der Familie des M├Ądchens abgewiesen, das im Februar 2015 bei einem Skiunfall ums Leben kam.

Das h├Âchste Schweizer Gericht hatte im Oktober 2022 eine erste Beschwerde der Familie gutgeheissen und den Fall ans Berner Obergericht zur├╝ckgewiesen. Im Juni 2023 sprach diese Instanz den Pistenchef erneut frei, woraufhin sich die Angeh├Ârigen des Opfers zum zweiten Mal an das Bundesgericht wandten.

In einem am Montag ver├Âffentlichten Urteil hat das h├Âchste Schweizer Gericht festgestellt, dass die Berner Justiz die Vorw├╝rfe der Beschwerdef├╝hrer bez├╝glich der Beschilderung am Unfallort umfassend und ├╝berzeugend widerlegt habe. Diese sei sichtbar und ausreichend gewesen, auch die Markierung des Pistenrandes.

Ebenso ist laut Bundesgericht die Bewertung der Aussagen einer Person nicht willk├╝rlich, die gesehen hatte, wie die Teenagerin von der Piste abkam. Laut dieser Zeugin war die Gefahrenzone von weitem erkennbar.

Nicht mehr feststellen konnte das Berner Gericht, ob das Opfer bewusst in den Bereich parallel zur Piste gefahren oder ob es die Kontrolle ├╝ber seine Skier verloren hatte. Diese Schlussfolgerung – so unbefriedigend sie f├╝r die Familie sein m├Âge – ├╝berschreitet nach Ansicht des Bundesgerichts nicht den Ermessensspielraum der Vorinstanz. Nicht erwiesen sei, dass der Ausbau der Piste in Adelboden nicht den Schweizer Richtlinien f├╝r Bergbahnen entsprochen habe.

Das 13-j├Ąhrige M├Ądchen nahm an einem Skikurs teil. Sie war die Letzte in der Gruppe, als sich der Unfall am sp├Ąten Abend des 26. Februar 2015 ereignete. Offenbar war das M├Ądchen Spuren gefolgt, die von der Piste abzweigten. Es fiel kopf├╝ber in einen Wasser-Graben und blieb mehrere Minuten lang teilweise unter Wasser, bevor es gerettet wurde. Die Sch├╝lerin starb noch am selben Abend im Spital.

(text:sda/bild:pixabay)