11 Juni 2023

Philippinen: Tausende aus Gefahrenzone um Vulkan Mayon evakuiert

Mehr als 12 000 Menschen haben ihr Wohngebiet in der Gefahrenzone des j├╝ngst wieder sehr aktiven philippinischen Vulkans Mayon verlassen m├╝ssen. M├Âglich sei, dass der bislang langsame Ausbruch am Gipfel sich ├╝ber ein paar Monate hinziehe – oder in einem explosiven Ausbruch gipfle, warnte das philippinische Institut f├╝r Vulkanologie und Seismologie Phivolcs am Sonntag. In diesem Fall k├Ânnte Lava in Font├Ąnen aus dem Berg schiessen, in langen Str├Âmen herabfliessen und mit pyroklastischen Str├Âmen einhergehen, bei denen Lawinen von heissem Schotter, Asche und Gasen die H├Ąnge herabrasen.

Evakuiert wurden laut der nationalen Katastrophenschutzbeh├Ârde 22 D├Ârfer beziehungsweise 12 804 Einwohner rund um den Mayon. Die Regierung der betroffenen Provinz Albay rief den Ausnahmezustand aus, was die Freigabe von Hilfsgeldern beschleunigen sollte.

Laut Phivolcs speit seit Donnerstag heisse Lava aus seinem Gipfel und hat seither hunderte von Steinschl├Ągen und mehrere pyroklastische Str├Âme erzeugt. Der f├╝r seine perfekte Kegelform bekannte Mayon im ├Âstlichen Teil der Hauptinsel Luzon ist der aktivste Vulkan des s├╝dostasiatischen Inselstaats – der sich wiederum auf dem Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde, befindet.

Der 2462 Meter hohe Feuerberg ist auch ein beliebtes Ausflugsziel, aber er rumort regelm├Ąssig: In den vergangenen 400 Jahren ist der Mayon etwa 50 Mal ausgebrochen. Die letzte gr├Âssere Eruption ereignete sich 2018. Auch damals waren Zehntausende auf der Flucht.

(text:sda/bild:unsplash)