3 September 2026

PH Bern will ein multiprofessionelles Studienangebot schaffen

Die Vielfalt an den Berner Schulen nimmt kontinuierlich zu – und mit ihr auch die täglichen Belastungen im Schulalltag. Um Kinder bestmöglich und individuell zu fördern, gewinnen Heilpädagoginnen, Logopäden, Klassenhilfen sowie die Angebote der Tagesschulen immer mehr an Bedeutung. Vor diesem Hintergrund will die Pädagogische Hochschule Bern (PH Bern) neue Ausbildungsmöglichkeiten schaffen, die genau hier ansetzen.

Eine enge und erfolgreiche Zusammenarbeit der verschiedenen Fach- und Lehrpersonen setzt eine entsprechende Haltung und die Bereitschaft aller Beteiligten voraus. Wie Martin Schäfer, Rektor der PH Bern, gegenüber Radio BeO erklärt, erfordert dieses Zusammenspiel ein bewusstes Wollen. Es fliesse vieles zusammen, doch sobald man merke, dass die Kooperation eine spürbare Entlastung im Alltag bringt, stelle sich der Erfolg ein. Von einer Selbstverständlichkeit könne man hierbei aber nicht sprechen.

Um diese Offenheit zu stärken, praxisnahe Herangehensweisen aufzuzeigen und die gegenseitige Verständigung zu fördern, erarbeitet die PH Bern bis Ende 2028 die wissenschaftlichen Grundlagen für neue Bildungswege. Im Fokus stehen dabei der Ausbau der Schulberatung, die Gestaltung der Übergänge von der Kita bis zur Tagesschule sowie gemeinsame Lernmodule für Lehrpersonen und Klassenhilfen. Ob daraus schlussendlich ein komplett neuer Studiengang entsteht oder das Angebot in Form von einzelnen Modulen integriert wird, bleibt zum jetzigen Zeitpunkt noch offen.

(text:chl/bild:beo)