10 Juli 2023

Peru ruft wegen seltener Nervenkrankheit Gesundheitsnotstand aus

Nach einem ungewöhnlichen Anstieg von FĂ€llen einer Nervenkrankheit hat Peru den Gesundheitsnotstand ausgerufen. „Aufgrund der ungewöhnlichen Zunahme von FĂ€llen des Guillain-BarrĂ©-Syndroms wird fĂŒr 90 Tage der nationale Gesundheitsnotstand verhĂ€ngt.“

Das erklÀrte das peruanische Gesundheitsministerium am Samstag (Ortszeit). Betroffen sind demnach alle 25 Regionen des insgesamt rund 33 Millionen Einwohner zÀhlenden Andenstaates.

In den vergangenen Wochen habe es einen hohen Anstieg von FĂ€llen gegeben, „der uns zu Massnahmen auf staatlicher Ebene zwingt, um die Gesundheit und das Leben der Bevölkerung zu schĂŒtzen“, erklĂ€rte Gesundheitsminister CĂ©sar VĂĄsquez vor Journalisten.

Seit Januar sei die Zahl der Erkrankungen auf 180 angestiegen, vier Menschen seien bereits gestorben. Die Ausrufung des Gesundheitsnotstands ermöglicht demnach den Kauf von Immunglobulinen zur Behandlung betroffener Menschen ĂŒber die nĂ€chsten zwei Jahre.

Das Guillain-Barré-Syndrom ist eine neurologische Erkrankung, die sich durch eine fortschreitende MuskelschwÀche auszeichnet. Die MuskelschwÀche verstÀrkt sich normalerweise innerhalb von zwei bis vier Wochen und kann das Atemsystem beeintrÀchtigen. Eines der hÀufigsten Symptome ist Kribbeln und Kraftlosigkeit in den ExtremitÀten.

(text:sda/bild:keystone)