12 Dezember 2022

Parteien und Kantone kritisieren Strom-Notfallplan

Parteien und Kantone haben den Strom-Notfallplan des Bundesrats und die damit vorgeschlagenen Bewirtschaftungsmassnahmen f├╝r einen allf├Ąlligen Strommangel stark kritisiert. Es gebe zu viele Vorschriften und Verbote, die nicht kontrolliert werden k├Ânnten. Private seien zudem benachteiligt.

Das schrieben Parteien und Kantone in Stellungnahmen zu der am Montag abgelaufenen Vernehmlassung. Die vorgeschlagenen Massnahmen w├╝rden nur im Ernstfall zum Einsatz kommen. Zufrieden waren Parteien und Kantone mit dem in Kaskaden aufgebauten System, das dem Bundesrat erlaubt, flexibel auf die jeweils vorliegende Situation zu reagieren.

Stark kritisiert wurde jedoch die Anzahl der Vorschriften und deren Nachvollziehbarkeit. Die Liste wirke willk├╝rlich, und es w├╝rden unterschiedliche Massst├Ąbe genutzt, heisst es von fast allen Seiten.

So ist beispielsweise schwer verst├Ąndlich, dass gewerbliche Wellness-Anlagen und Saunen sogar bei Eskalationsschritt 4 noch weiterlaufen d├╝rfen, w├Ąhrend Private ihre R├Ąume auf 18 Grad k├╝hlen und die Grossverbraucher, wie Spit├Ąler, ihren Verbrauch kontingentieren m├╝ssen.

(text:sda/bild:unsplash)